Erlebe Otarus Geschichte auf einer Rikscha-Tour – vorbei an alten Lagerhäusern am Kanal, rein ins knarrende Postamt, durch stille Gassen und über eine Brücke, an der Einheimische für Fotos innehalten. Mit einem lokalen Guide wird das nicht nur Sightseeing, sondern das echte Gefühl der Stadt.
Dein Tag beinhaltet eine geführte Rikscha-Fahrt durch Otarus historischen Kanalbezirk mit Stopps im alten Postamt, an malerischen Brücken und entlang der Marina – alles begleitet von einem lokalen Fahrer, der spannende Geschichten erzählt.
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Alle Bewertungen lesen ›Wir stiegen in die Rikscha direkt am Otaru-Kanal, die Beine baumelten knapp über der Straße. Aus einem Stand in der Nähe roch es nach gerösteten Maronen – vielleicht nur Einbildung, aber es passte perfekt zur Stimmung. Unser Fahrer, Sato-san, verbeugte sich kurz, bevor er uns losfuhr. Die Räder klapperten sanft über die alten Pflastersteine, während wir an den Backsteinhäusern vorbeiglitten, die jeder fotografiert. Ich winkte einem Paar mit Hund, sie winkten zurück, schauten aber überrascht – vielleicht winken hier sonst kaum Touristen?
Sato-san zeigte auf verblasste Kanji an einer Lagerhauswand und erzählte, dass dort früher Hering gelagert wurde. Er sprach Englisch, wiederholte den Satz dann aber auf Japanisch für ein anderes Paar hinter uns – ich mochte, wie locker er zwischen den Sprachen wechselte. Am nördlichen Ende des Kanals hielten wir an, wo es ruhiger wurde und man Möwen statt Motorroller hören konnte. Dort steht ein altes Postamt mit schweren Holztüren (ich öffnete eine, und das Quietschen war so laut, dass ich fast zusammenzuckte). Drinnen roch es dezent nach Papier und etwas Süßem – als hätte gerade jemand Melonpan gegessen.
Danach fuhren wir über alte Schienen, die nirgendwo mehr hinführen – Sato-san nannte sie „Geistergleise“. Eine kleine Gasse mit Laternen säumte unseren Weg (so eine, die aussieht, als stünde sie schon ewig dort), und plötzlich standen wir an einer Brücke, die alle als den besten Fotospot loben. Ehrlich gesagt habe ich keine Fotos gemacht, weil ich zu sehr damit beschäftigt war, das Licht auf dem Wasser zu bewundern. Am Ende landeten wir an der Otaru Marina, wo Fischerboote sanft schaukelten – ein paar Männer flickten Netze und lachten über etwas, das ich nicht verstand. Der ganze Tag fühlte sich an, als würde man durch fremde Erinnerungen schweben. Dieses Bild von der Brücke geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
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