Leise wartest du mit Fernglas, während die Dämmerung über Naganos Wald hereinbricht, und beobachtest, wie die Riesenschleiereule von Baum zu Baum gleitet. Ein lokaler Guide erzählt spannende Geschichten und gibt Tipps zur Natur (mit englischen Folien), sodass selbst das Warten besonders wird. Wer geduldig und glücklich ist, erlebt diese lautlosen Flüge, die lange im Gedächtnis bleiben.
Dein Abend beinhaltet die Nutzung von Ferngläsern während der Beobachtung, Begleitung durch einen lokalen Natur-Experten (mit englischer Unterstützung via Folien) und einen einfachen Waldspaziergang ab dem Parkplatz Hoshino P1 bei Sonmin Shokudo, bevor ihr nach dem Beobachten der gleitenden Riesenschleiereulen zurückkehrt.
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Alle Bewertungen lesen ›Als erstes fiel mir auf, wie sich die Luft in Karuizawa veränderte, als wir die Lichter hinter uns ließen – kühler, klarer und mit diesem erdigen Duft, den man nach leichtem Regen riecht. Unsere Guide Yuki traf uns am Picchio Besucherzentrum und gab jedem ein Fernglas (mit dem ich erst etwas unbeholfen war). Sie sprach hauptsächlich Japanisch, lächelte viel und zeigte auf ihre englischen Folien, wenn sie merkte, dass ich sie nicht verstand. Die Gruppe war bunt gemischt: Familien und ein älteres Paar, das scheinbar jeden Vogelruf auswendig kannte. Mir gefiel, dass nicht nur Touristen dabei waren – auch Einheimische, eingemummelt und leise flüsternd.
Wir liefen etwa fünfzehn Minuten durch den Wald, ohne Taschenlampen. Es war diese blaue Stunde, in der alles still und erwartungsvoll wirkt. Yuki hielt uns unter einer riesigen Kastanie an – ein Lieblingsplatz der japanischen Riesenschleiereule (ich versuchte „musasabi“ zu sagen, habe es aber wohl verhauen; sie lachte). Wir warteten fast lautlos, nur das Rascheln einer Jacke und entfernte Frösche waren zu hören. Dann plötzlich ein leises Poltern über uns – Yuki blitzte mit der Lampe, genau in dem Moment, als ein großer Eichhörnchen-artiger Flieger sich wie ein winum Cape ausbreitete und direkt über unsere Köpfe glitt. Ich schnappte wirklich laut nach Luft; hätte nicht gedacht, dass es so leise und nah ist.
Wir sahen noch zwei weitere Flüge, jedes Mal hielten alle den Atem an, bis das Tier auf einem anderen Baum landete. Das Ganze dauerte etwa zwanzig Minuten, fühlte sich aber viel länger an – Zeit dehnt sich, wenn man im Dunkeln stillsteht und auf etwas Wildes wartet. Auf dem Rückweg klebte Schlamm an meinen Schuhen, aber das war mir egal. Ich denke oft an diesen ersten Flug zurück, wenn es zuhause mal wieder zu laut wird.
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