Du wanderst unter Mt. Fuji auf moosigen Pfaden durch den Aokigahara Wald mit einer kleinen Gruppe und lokalem Guide, entdeckst wilde Pflanzen und hörst Vogelstimmen, bevor du eine ganzjährig eisige Lava-Höhle erkundest. Frische Luft, erdige Düfte, stille Momente, Lachen über rutschige Steine – und vielleicht gehst du mit mehr Fragen als Antworten über diesen besonderen Wald nach Hause.
Die Tour ist ein Tagesausflug ab Kawaguchiko Bahnhof; die genaue Dauer variiert, aber rechne mit mehreren Stunden inklusive Wanderung und Höhlenbesuch.
Die Abholung erfolgt in der Gegend um den Kawaguchiko Bahnhof; Details findest du bei der Buchung.
Normalerweise braucht man eine Sondergenehmigung von der Tourismusvereinigung der Stadt; bei dieser Kleingruppentour wird das für dich organisiert.
Ja, Kinder von 6 bis 11 Jahren sind willkommen, wenn sie von Eltern oder Erziehungsberechtigten begleitet werden.
Trage feste Schuhe, die nass werden dürfen; Helme und Handschuhe stellt der Guide.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten; bring Snacks mit oder iss vor/nach der Tour.
Mit etwas Glück und je nach Jahreszeit kannst du japanische Eichhörnchen, Rehe, Spechte und andere Vögel entdecken.
Der erfahrene Guide spricht je nach Gruppe Japanisch oder Englisch.
Dein Tag beinhaltet Shuttle-Abholung rund um Kawaguchiko Bahnhof, alle Eintrittsgelder für Aokigahara Wald und Eishöhle sowie Helme und Handschuhe für die Sicherheit – alles begleitet von einem professionellen Naturführer, der unterwegs spannende Geschichten erzählt.
Wir stiegen am Kawaguchiko Bahnhof aus dem Shuttle und fühlten uns sofort, als würden wir in eine andere Welt eintauchen – die Luft unter dem Schatten von Mt. Fuji war kühler, fast feucht, und man roch förmlich Erde und Kiefern. Unser Guide Yuki verteilte Helme und Handschuhe (mit denen hatte ich nicht so schnell gerechnet) und lächelte über mein nervöses Lachen. Der Weg in den Aokigahara Wald war weich unter den Füßen, voller verwurzelter Pfade und dichtem, grünem Moos überall. Yuki zeigte uns, wie das Moos hier fast alles bedeckt – er nannte es „das Moosparadies“, was zwar poetisch klang, aber auch einfach stimmte. An einer Stelle hielten wir an, weil er einen Specht hörte, und plötzlich wurde es ganz still, während wir dem Klopfen über uns lauschten.
Von Aokigahara hatte ich vorher schon viel gelesen – all die Geschichten – aber vor Ort wirkte es weniger unheimlich, eher friedlich. Die Bäume wachsen in seltsamen Formen durch alte Lavaflüsse; so einen Wald hatte ich zu Hause noch nie gesehen. Wir entdeckten ein paar wilde Pilze (Yuki meinte, nur einer davon sei essbar, aber ich hätte mich nicht getraut), und er zeigte uns winzige Orchideen, die direkt aus den Felsen wachsen. Das Stichwort „Aokigahara Wald Tour“ kam mir in den Sinn, denn genau so etwas würde ich suchen, wenn ich Mt. Fuji abseits der Massen erleben will. Jemand fragte nach der Größe des Waldes, und Yuki meinte, er sei so groß wie 200 Tokyo Domes – das brachte mich zum Lachen, weil ich mir nicht mal einen Tokyo Dome richtig vorstellen kann, geschweige denn zweihundert.
Der Höhlenteil war tatsächlich kälter als erwartet – sobald man hineingeht, beschlägt der Atem sofort. Dort unten gibt es das ganze Jahr über echtes Eis (Yuki erzählte, dass man die Höhle während der Meiji-Zeit als Kühlschrank nutzte), und die Wände zu berühren fühlte sich irgendwie uralt an. Es war auch rutschig; einmal verlor ich fast den Halt, konnte mich aber an einem Felsen festhalten, der sich fast wie Glas anfühlte. Meine Schuhe wurden nass, aber das störte niemanden – alle lachten eher darüber, wer auf den Fotos mit Helm am lustigsten aussah. Auf dem Rückweg durch den Wald fielen Sonnenstrahlen in schmalen Streifen durchs Blätterdach und ließen alles für einen Moment sanft erscheinen.
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