In einer kleinen Gruppe mitten in Kyoto lernst du in einem praktischen Kintsugi-Workshop mit zweisprachiger Anleitung, wie du Keramik mit Goldlack reparierst. Erfahre die Geschichten hinter dieser jahrhundertealten japanischen Kunst und nimm dein eigenes einzigartiges Stück mit – als Erinnerung daran, Schönheit in der Unvollkommenheit zu finden.
„Keine Sorge, wenn’s nicht perfekt wird“, lächelte unsere Lehrerin, während sie mir eine zerbrochene Tasse reichte. Kintsugi hatte ich noch nie ausprobiert – ehrlich gesagt traute ich mich kaum, das Stück nicht gleich wieder fallen zu lassen. Der Workshop versteckte sich in einer ruhigen Straße mitten in Kyoto, wo man seine eigenen Schritte hören konnte und irgendwo nebenan leise Teetassen klimperten. Ein leichter Lackgeruch lag in der Luft, nicht unangenehm, eher ein dezenter Hinweis, dass das hier keine Touristen-Show war. Wir saßen um einen niedrigen Tisch, Sonnenlicht fiel sanft auf die Tatami-Matten.
Unsere Begleiterin wechselte mühelos zwischen Englisch und Japanisch und erklärte, dass Kintsugi nicht darum geht, etwas „perfekt“ zu reparieren. Vielmehr ehrt man die Risse. Sie zeigte uns, wie man das Goldpulver mit dem Lack mischt – ihre Hände ruhig, meine leicht zitternd – und dann begannen wir, die Bruchstellen nachzuzeichnen. Anfangs war ich nervös, dass ich alles versaue, doch mit der Zeit stellte sich eine seltsame Ruhe ein. Der Raum wurde still, nur ab und zu hörte man ein leises Lachen, wenn jemand eine goldene Linie schief zog. Ich dachte immer wieder daran, wie viel Liebe in etwas steckt, das die meisten einfach wegwerfen würden.
Ich hätte nie gedacht, dass mir meine kleine reparierte Schale (die noch leicht schief war) so ans Herz wächst. Als wir fertig waren, hielten alle ihre Stücke für ein Foto hoch – manche elegant, andere wackelig, aber auf ihre eigene Weise schön. Unsere Lehrerin erzählte von der jahrhundertealten japanischen Philosophie hinter Kintsugi, die Unvollkommenheit und Erneuerung feiert. Noch immer denke ich an den Blick aus dem Fenster, als wir zusammenpackten – die Dächer Kyotos im sanften Nachmittagslicht – und daran, wie etwas Zerbrochenes plötzlich noch kostbarer wirken kann.
Ja, der Workshop ist speziell für Anfänger konzipiert und bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Der Workshop liegt zentral in Kyoto und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ja, alle nötigen Werkzeuge und Keramikstücke sind im Preis enthalten.
Das Team spricht sowohl Englisch als auch Japanisch und begleitet dich während des gesamten Workshops.
Die Aktivität ist für alle Altersgruppen geeignet; Babys müssen auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Die genaue Dauer variiert, aber es bleibt genug Zeit für sorgfältige Anleitung und praktische Arbeit.
Ja, du darfst dein selbst repariertes Kunstwerk als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Dein Workshop umfasst die Nutzung des Ateliers in Kyoto, alle Werkzeuge und Materialien für die Kintsugi-Reparatur (inklusive Keramik) sowie die Unterstützung durch zweisprachige Mitarbeiter, die dich vom Mischen des Lacks bis zum Auftragen des Goldes begleiten – am Ende nimmst du dein fertiges Stück mit nach Hause.
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