Mit einem lokalen Guide fährst du mit dem E-Bike durch Hiroshima, hörst persönliche Geschichten an jedem Stopp – vom Schloss bis zum Atombomben-Dom und den Parks am Fluss. Du berührst gezeichneten Stein, triffst Einheimische mit Erinnerungen und verweilst unter einer Weide, die alles überstanden hat. Diese Tour vermittelt nicht nur Fakten, sondern zeigt, was Frieden hier heute bedeutet.
Als erstes fiel mir das leise Summen unserer E-Bikes auf, während wir unter den Bäumen am Hiroshima Peace Memorial Park entlangfuhren. Unsere Guide Yuko winkte uns mit einem sanften Lächeln zu, reichte Masken aus, maß unsere Temperaturen (hier immer noch Standard) und zeigte dann auf die Karte, als wolle sie uns ein Geheimnis verraten. Aus der Nähe roch es nach feuchter Erde vom Regen der Nacht und etwas Süßem von einem Imbissstand. Die Stadt wirkte wach, aber ruhig – ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.
Früh am Tag hielten wir am Hiroshima Castle. Es wirkt heute so stabil, doch Yuko erzählte, dass es früher eine Militärbasis war – der erste Ort, der nach dem Bombenabwurf Nachrichten sendete. Sie schwieg einen Moment, während im Hintergrund Zikaden summten. Am Gokoku-Schrein strich ich über eine der alten Wächterhund-Statuen, die alles überstanden hat; der Stein fühlte sich rau und kalt an, selbst in der Morgensonne. Es ist ein eigenartiges Gefühl, etwas zu berühren, das so viel erlebt hat.
Unsere Route führte uns am Aioi-Brücke vorbei – dem eigentlichen Ziel des Bombenabwurfs – und weiter zum Atombomben-Dom. Hier herrschte stille Andacht, nur ein älterer Mann nickte uns zu, während er Blätter vom Weg fegte. Yuko erzählte, seine Familie lebt schon vor 1945 hier in der Nähe. Jeder in Hiroshima hat eine Verbindung zu diesen Orten; das spürt man, wenn man mit jemandem unterwegs ist, der hier aufgewachsen ist. Die Radtour durch Hiroshima hat mir gezeigt, wie sehr diese Geschichte im Alltag weiterlebt.
Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Baum so berühren könnte, doch als wir an der Weide ankamen – gezeichnet, aber lebendig – stand ich eine Weile einfach nur da und dachte nach. Yuko scherzte, dass der Baum vielleicht gerade deshalb so stark wächst, weil seine Geschichte jeden Tag erzählt wird (vielleicht hat sie recht). Auf dem Rückweg entlang der Friedensstraße sausten Kinder auf ihren eigenen Rädern an uns vorbei, und mir wurde klar: Diese Stadt lebt nicht nur von der Erinnerung, sondern von dem, was danach kommt. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, diese Hiroshima-Radtour zu buchen, sei bereit, sie wirklich zu fühlen.
Die Standardtour dauert etwa 3 Stunden von Anfang bis Ende.
Ja, sie ist für alle Fitnesslevel geeignet und es gibt Kinder- und Babysitze, wenn du sie vorher buchst.
Die Route führt an wichtigen Orten wie dem Friedenspark und Atombomben-Dom vorbei, Eintrittskarten für Museen sind aber nicht inklusive.
Bei Regen kannst du auf eine geführte Walking-Tour der Friedensroute wechseln oder bekommst dein Geld zurück.
Ja, alle Teilnehmer, die die Mindestgröße erfüllen, bekommen ein E-Bike gestellt.
Start und Ziel ist das Besucherzentrum im Hiroshima Peace Memorial Park.
Am Treffpunkt gibt es keine Gepäckaufbewahrung, aber in der Nähe gibt es Schließfächer am Internationalen Konferenzzentrum oder im Friedensmuseum.
Ja, dein Guide spricht während der gesamten Tour Englisch.
Die Gruppengröße liegt bei maximal 10 Personen pro Tour.
Dein Tag beinhaltet einen englischsprachigen lokalen Guide, der dich mit dem E-Bike (inklusive Versicherung) zu allen Stopps begleitet. Die Leihräder für Erwachsene und Kinder sind inklusive – einfach am Hiroshima Peace Memorial Park erscheinen und losradeln. Museumstickets und Hotelabholung sind nicht enthalten, aber öffentliche Verkehrsmittel sind gut erreichbar.
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