Vom Hafen Sperlonga aus startet ihr mit einem lokalen Guide, der jede Geschichte dieser alten Küste kennt. Schwimmt in Meeresgrotten, genießt frische Pizza nach dem Bad und gleitet unter Gaetas dramatischen Klippen entlang, wo sonst kaum Boote hinkommen. Das ist nicht einfach Sightseeing – das ist für ein paar Stunden in eine andere Zeit eintauchen.
Wir stiegen am kleinen Hafen von Sperlonga ins Boot, die Torre Truglia lag hinter uns, und die Luft roch schon nach Meer und Sonnencreme. Unser Guide Antonio winkte uns mit seinem entspannten Lächeln zu und rief etwas von „Keine Schuhe an Deck!“ während er Schwimmnudeln verteilte. Langsam entfernten wir uns vom Ufer, das alte Dorf wurde kleiner, und irgendwo auf der Promenade hörte ich Kinderlachen. Das erste Highlight war die Grotta di Tiberio – Antonio drosselte das Tempo, damit wir die Ruinen, die sich an die Felsen klammerten, genau betrachten konnten. Er erzählte Geschichten über Kaiser Tiberius und Odysseus (bei den Details verlor ich mich, aber es weckte definitiv meine Neugier aufs Nachlesen). Das Wasser schimmerte in einem fast unwirklichen Blau, und je näher wir an den Höhleneingang kamen, desto mehr roch man den feuchten Kalkstein.
Die Riviera di Ulisse Tour überraschte mich immer wieder. Wir fuhren an der Via Flacca entlang, vorbei an mittelalterlichen Türmen, die aussahen wie Schachfiguren, die Riesen zurückgelassen hatten. An einer kleinen Bucht zeigte Antonio auf eine winzige Einbuchtung und erzählte, dass die Einheimischen dort früher vor Piraten Schutz suchten – ich versuchte mir das vorzustellen, aber dachte nur daran, wie kalt das Wasser damals wohl gewesen sein muss. Als wir an der Blauen Grotte zum ersten Mal zum Schwimmen anhielten, zögerte ich kurz (kaltes Wasser ist nicht so meins), aber als alle sprangen, folgte ich. Der Schock war groß! Es war eiskalt, aber irgendwie elektrisierend – man ist sofort wach. Kleine Fische schwammen um meine Knöchel, und die Höhle warf jedes Platschen als Echo zurück.
Nach dem Sonnenbaden (und ja, es gibt ein großes Sonnensegel für alle, die so blass sind wie ich) holte Antonio warme Pizzastücke hervor, und jemand reichte Oliven herum, die sie vorher in der Stadt eingesammelt hatten. Weiter ging’s Richtung Gaeta; die Montagna Spaccata Klippen sieht man schon von weitem und erst dann wird einem klar, wie hoch sie wirklich sind. Das Heiligtum, das zwischen den Felsen thront, wirkt vom Meer aus fast unwirklich. Antonio erzählte, dass er für diesen Teil des Regionalparks eine Sondergenehmigung hat – er war sichtlich stolz, und ehrlich gesagt fühlte es sich besonders an, so nah heranzufahren. Noch einmal gab es eine Badepause nahe Monte Orlando; einige schnorchelten, andere ließen sich einfach treiben und schauten ehrfürchtig zu den Klippen hoch. Ich blieb kurz an Bord und lauschte dem sanften Plätschern des Wassers – so ein Moment, den man später in der Hektik vermisst.
Auf dem Rückweg nach Sperlonga umrundeten wir die Torre Truglia für Fotos – das Licht tauchte alles in ein warmes, goldenes Licht. Jemand fragte Antonio, warum man sagt, das Schiff des Odysseus sei hier zur Insel geworden; er zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Italiener lieben gute Geschichten.“ Dieses Bild kommt mir manchmal in den Sinn, wenn ich im Stau stehe oder durch mein Handy scrolle – kennt man, oder?
Die Tour beginnt am Hafen von Sperlonga, in der Nähe der Torre Truglia.
Ja, es gibt zwei Stopps zum Schwimmen mit Zeit zum Schnorcheln oder Entspannen an Bord.
Man entdeckt die Grotta di Tiberio, mittelalterliche Türme entlang der Via Flacca, die Blaue Grotte, den Serapo Strand, die Montagna Spaccata Klippen, das Meeresreservat Monte Orlando und die Torre Truglia.
Ja, nach einer der Badepausen gibt es an Bord Pizza.
Das Boot kommt dank einer Sondergenehmigung sehr nah an die Montagna Spaccata heran, darf aber nicht hineinfahren.
Ja, ein großes Sonnensegel schützt alle Passagiere vor direkter Sonne.
Professionelle Schnorchelausrüstung wird nicht gestellt, aber Schwimmnudeln zum Treiben sind vorhanden.
Die gesamte Tour dauert mehrere Stunden mit mehreren Stopps entlang der Küste zwischen Sperlonga und Gaeta.
Dein Tag beginnt mit dem Einsteigen im Hafen von Sperlonga, an Deck gibt es Sonnenschutz für angenehme Stunden; zwei Badepausen zum Schnorcheln oder Entspannen; warme Pizza nach dem ersten Bad; spannende Geschichten vom lokalen Guide, während ihr an antiken Ruinen und Naturhöhlen vorbeifahrt; dazu seltener Boots-Zugang zur Montagna Spaccata und zum Abschluss Fotos an der Torre Truglia – alles ohne Stress um Essen oder Schatten.


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