Erlebe einen entspannten Ausritt am Vesuv mit Blick auf die Bucht von Neapel und die Inseln, die kaum ein Tourist so nah sieht. Danach genießt du hausgemachten Wein und Snacks auf einem Familienhof, bevor es zurück ins Stadtzentrum geht. Ein ruhiges Abenteuer voller kleiner, unvergesslicher Momente.
Wir stiegen vor dem Hotel Ramada in den Van – noch halb verschlafen – und fuhren durch das morgendliche Treiben Neapels, bis die Stadt hinter grünen Hügeln verschwand. Lustig, wie man den Vesuv sonst immer nur von weitem sieht, diesen großen Schatten über der Bucht. Diesmal aber ging es direkt an seinen Hang hinauf. Die Pferde warteten schon im Stall und schwenkten genervt ihre Schweife, als hätten sie schon tausend Gruppen wie unsere erlebt. Anna, unsere Begleiterin, reichte mir einen Helm und grinste, als ich fragte, ob er schief sitzt (tat er). Während wir versuchten, unsere Nervosität vor dem Reiten zu verbergen, erzählte sie von ihrem Familienweingut ganz in der Nähe.
Auf vulkanischem Boden zu reiten war neu für mich – der Boden war körnig und roch nach dem Regen der letzten Nacht leicht metallisch. Die Luft war kühler als erwartet für den späten Frühling. In einer Reihe folgten wir Anna auf verschlungenen Pfaden; manchmal blitze die Bucht von Neapel durch die Pinien, alles in einem nebligen Blau mit kleinen weißen Booten. An einer Kurve hielt sie an, um auf Capri in der Ferne zu zeigen – ich blinzelte, sah aber vor allem Wolken. Mein Pferd schnappte sich bei jeder Pause heimlich ein paar Grashalme. Es gab diesen Moment, in dem alles still wurde – nur Hufschlag und Vogelgezwitscher waren zu hören. Diese Stille werde ich nie vergessen.
Nach etwa anderthalb Stunden (ich verlor das Zeitgefühl) kehrten wir zum Hof zurück. Dort standen schon Gläser mit hausgemachtem Rotwein bereit – nichts Aufgesetztes, einfach ehrlicher, erdiger Geschmack. Anna schenkte mir scherzhaft ein zweites Glas „für den Mut“ ein, weil mein Absteigen wohl nicht ganz elegant war. Wir saßen zusammen, erzählten Geschichten mit ihrem Onkel, der kaum Englisch sprach, aber alle zum Lachen brachte – meistens wohl auf meine Kosten. Dann ging es zurück im Van nach Neapel, während das Nachmittagslicht sanft wurde, und ich ertappte mich dabei, wie ich mir wünschte, wir hätten noch länger bleiben können – oder wenigstens noch ein Glas mehr.
Die Tour dauert je nach Wetter, Gruppengröße und Reiterfahrung zwischen 1,5 und 2 Stunden.
Ja, die Abholung vom Stadtzentrum Neapels ist inklusive – meist vor dem Hotel Ramada, etwa 30 Minuten vor Tourbeginn.
Nein, Vorerfahrung ist nicht nötig; die Guides wählen das passende Pferd für dein Können und geben eine kurze Einführung.
Ja, auf dem Hof gibt es nach dem Ritt hausgemachten Wein aus dem Familienweingut und kleine Snacks.
Bequeme, geschlossene Schuhe und lange Hosen sind empfehlenswert für Sicherheit und Komfort.
Das Maximalgewicht liegt bei 110 kg; die Tour ist nicht für Schwangere oder Personen mit Rücken- oder Herzproblemen geeignet.
Babys können im Kinderwagen mitkommen; bei Fragen zu Altersgrenzen fürs Reiten am besten direkt nachfragen.
Dein Tag umfasst die Abholung im klimatisierten Fahrzeug vom Stadtzentrum Neapels, komplette Reitausrüstung und Betreuung durch ortskundige Guides, etwa zwei Stunden Ausritt im Nationalpark Vesuv (wetterabhängig) sowie hausgemachten Wein und Snacks auf dem Familienhof, bevor es gemeinsam zurück in die Stadt geht.
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