Du gleitest mit dem Segway durch Genuas verwinkelte mittelalterliche Caruggi, fährst an noblen Palästen der Via Garibaldi vorbei, hältst unter Kathedralbögen und Brunnen auf lebhaften Plätzen und endest mit frischer Meeresluft am Porto Antico – alles mit einem lokalen Guide, der jeden versteckten Weg und jede Geschichte kennt. Teil Abenteuer, Teil Geschichtsstunde – und vor allem einfach Spaß.
„Hast du so ein Teil schon mal gefahren?“ fragte mich Marco, während er mir am Porto Antico den Helm reichte. Die Luft roch leicht salzig – vielleicht vom Meer direkt hinter uns oder vom Duft der frittierten Focaccia, die jemand in der Nähe aß. Anfangs war ich etwas nervös wegen des Segways (ehrlich gesagt dachte ich, ich falle gleich um), doch Marco gab uns gleich auf der breiten Promenade eine kurze Fahrstunde. Und siehe da, es ist viel leichter als gedacht. Wir starteten, wackelten noch ein bisschen, dann glitten wir am alten Palazzo San Giorgio vorbei – Marco zeigte auf eine Graffiti-Inschrift im Stein, die angeblich älter ist als Amerika. Verrückt.
Die Caruggi – die mittelalterlichen Gassen – sind wirklich etwas Besonderes. Sie sind eng, selbst im Juni angenehm kühl, und man fängt immer wieder flüchtige Blicke von Wäscheleinen oder hitzigen Diskussionen aus Fenstern über einem auf. Es herrscht ein ständiges Summen: Schritte hallen, irgendwo hört man ein Moped, Stimmen schallen um die Ecken. Marco kannte scheinbar jeden; er rief „Ciao!“ zu Ladenbesitzern oder winkte Studenten zu, die auf Kirchentreppen saßen. Er erzählte, dass die Via Garibaldi früher der Ort war, an dem die reichen Familien ihre Paläste bauten – heute sieht es fast zu perfekt aus, mit den bemalten Decken und Gärten, die über steinerne Mauern lugen.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so klein fühle, als wir auf die Piazza de Ferrari zusteuerten – der Brunnen spritzte in der Mitte, Menschen liefen kreuz und quer, und plötzlich war man von riesigen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert umgeben, die einen für einen Moment in eine andere Zeit versetzten. Wir hielten kurz am Palazzo Ducale, und Marco erzählte, dass hier früher die Macht saß. Er versuchte auch, mir beizubringen, wie man „Ravecca“ richtig ausspricht – ich habe es total verhauen und er lachte so sehr, dass er fast seine Karte fallen ließ.
Als wir die Kathedrale von Genua erreichten, fühlte ich mich schon so sicher, dass ich eine Hand vom Lenker nahm (nicht meiner Mutter verraten). Die Marmorstreifen an der Fassade schimmerten fast im späten Nachmittagslicht – hier war es ruhiger, nur Glockenklang irgendwo hinter uns und ein Hauch von Weihrauch, als jemand eine Seitentür öffnete. Der letzte Abschnitt entlang der Uferpromenade fühlte sich fast wie ein Kreis an: wieder die Meeresbrise im Gesicht, moderne Pavillons neben Piratenschiffen (kein Witz – eine Film-Galeone stand einfach da). Ich denke noch oft an den Blick zurück zum Hafen, als wir fertig waren – dieses Gefühl, all die Jahrhunderte in einer Fahrt vereint zu sehen, bleibt einfach hängen.
Die Tour dauert etwa 2,5 Stunden von Anfang bis Ende.
Ja, Kinder unter 16 Jahren dürfen während der Tour keinen Segway fahren.
Du siehst unter anderem die Via Garibaldi, Piazza de Ferrari, Palazzo Ducale, die Kathedrale von Genua und erkundest mittelalterliche Gassen.
Ja, vor der Tour gibt es am Porto Antico eine Fahrstunde.
Wasserdichte Kleidung wird bei Bedarf bei Regen bereitgestellt.
Treffpunkt ist im Bereich Porto Antico im Zentrum von Genua.
Ja, Helme sind für alle Teilnehmer während der gesamten Tour inklusive.
Ja, es gibt eine Möglichkeit zur Gepäckaufbewahrung während der Tour.
Dein Tag beginnt mit einer Segway-Einweisung am Porto Antico, bevor es ins historische Zentrum von Genua geht; Helme sind für die Sicherheit inklusive; bei Regen stehen wasserdichte Jacken bereit; dein Guide führt dich sicher durch die Stadt, sodass du dich ganz aufs Entdecken konzentrieren kannst – die komplette Ausrüstung ist von Anfang bis Ende dabei.


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