Mit einem lokalen Guide durch die Chianti-Weinberge spazieren, sieben verschiedene Weine probieren, dazu toskanischen Käse und Olivenöl genießen, einen traditionellen Essigkeller besuchen und entspannt zurück nach Florenz fahren – alles an einem Nachmittag. Echte Geschichten hinter jedem Glas und stille Momente, die man nicht vergisst.
Nach etwa einer Stunde kurviger Fahrt von Florenz hatten wir gerade den Weingut in den Chianti-Hügeln erreicht – ehrlich gesagt dachte ich noch an den letzten Espresso am Bahnhof Santa Maria Novella. Die Luft hier fühlt sich anders an, irgendwie weicher. Unser Guide Marco winkte uns zu, bevor ich mich ganz in den Reihen der Reben verlieren konnte. Er hatte die Angewohnheit, mitten im Satz zu stoppen, um zu checken, ob wir noch zuhören – das fand ich irgendwie sympathisch. Gleich ging’s los mit einem Spaziergang durch die Weinberge, das Knirschen der Schuhe auf dem Kies unter unseren Füßen. Ich versuchte, mir die italienischen Namen der Trauben zu merken, schaffte aber nur „Sangiovese“ (Marco grinste trotzdem). Die Sonne schien warm, aber nicht zu heiß – anscheinend perfekt für die Trauben.
Im Essigkeller roch es gleichzeitig scharf und süß. Marco erklärte, wie sie den Balsamico di Modena herstellen (ich hatte keine Ahnung, dass das so viele Jahre dauert). Da stand ein Fass mit der Aufschrift 1999 – älter als mein Cousin zuhause. Jemand fragte nach Vin Santo, und er schenkte uns einen kleinen Schluck ein; dieser Honiggeschmack hat mich echt überrascht. Danach ging’s in den Verkostungsraum, wo uns eine Parade von Gläsern erwartete – insgesamt sieben Weine. Zuerst die Weißweine (knackig), dann die Roten, die nach Herbstlaub und etwas Erdigem schmeckten, das ich nicht genau einordnen konnte. Dazu gab’s Teller mit lokalem Käse und Salami sowie Olivenöl, so grün, dass es fast unecht aussah. Ich tauchte Brot in das Trüffelöl und musste mich zusammenreißen, nicht einfach nur davon zu essen.
Die Gruppe wurde mit der Zeit ruhiger – vielleicht lag’s an den vielen Schlucken oder einfach an dem Ausblick über die Hügel, der alle in seinen Bann zog. Es gab diesen Moment, in dem keiner mehr sprach, sondern einfach nur da saß und alles wirken ließ. Auf der Rückfahrt nach Florenz beobachtete ich, wie das Licht über die Felder wechselte, und dachte daran, wie viel Arbeit in jeder Flasche steckt. Also ja, wenn du einen entspannten Tagesausflug von Florenz ins Chianti suchst, mit Weinprobe, die nicht gehetzt oder aufgesetzt wirkt… dann bleibt dir dieser Tag lange im Gedächtnis.
Die Tour startet am frühen Nachmittag in Florenz und endet am Abend – also etwa ein halber Tag.
Ja, die Hin- und Rückfahrt im Gran Turismo Bus ab dem Zentrum von Florenz ist inklusive.
Sieben ausgewählte Weine, darunter Weiß-, Rot-, Schaumweine und Vin Santo.
Ja, typische toskanische Produkte wie Käse, Salami und verschiedene Olivenöle (auch mit Trüffel) werden serviert.
Ja, eine Führung durch einen traditionellen Essigkeller für Balsamico und Vin Santo gehört dazu.
Nein, Treffpunkt ist im Bahnhof Santa Maria Novella in Florenz.
Ja, Babys können im Kinderwagen mitfahren; Kinder unter 4 Jahren sind frei, benötigen aber eine Reservierung.
Nein, Portugiesisch ist nur für Begleitpersonen verfügbar, nicht für die Kellerführungen.
Dein Nachmittag umfasst Hin- und Rückfahrt im Bus ab Florenz mit WLAN, geführte Spaziergänge durch die Chianti-Weinberge (wetterabhängig), Besuche im Weingut und Essigkeller, Verkostungen von sieben regionalen Weinen sowie extra nativem Olivenöl – darunter Trüffelöl – und saisonale toskanische Snacks, bevor es gemeinsam zurück in die Stadt geht.
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