Du läufst hinter den Wasserfall Seljalandsfoss, spürst die Kraft des Skógafoss hautnah, stehst am schwarzen Sandstrand von Reynisfjara mit dem Wind des Atlantiks im Rücken und setzt deinen Fuß auf den Sólheimajökull-Gletscher. Mit Abholung und zweisprachigem Guide wird jede Sekunde wild und persönlich zugleich.
Wir sind gerade aus Reykjavík losgefahren, als der Himmel dieses typische isländische Blau-Grau annahm – dieses Licht, das nie so richtig zur Ruhe kommt. Unser Guide Javier wechselte locker zwischen Spanisch und Englisch, erzählte Witze über die unzähligen Schafe am Wegesrand. Erster Halt: Seljalandsfoss. Schon bevor ich den Wasserfall sah, hörte ich das tiefe Grollen, gemischt mit einem schärferen Klang. Wir sind sogar hinter den Wasserfall gelaufen (meine Schuhe wurden nass, aber das war es absolut wert). Der feine Sprühnebel schmeckte nach Stein und Moos auf meiner Haut. Hinter mir fing jemand leise an, auf Spanisch zu singen – das Echo unter dem Wasser war fast magisch.
Die Busfahrten hier draußen sind lang, das gebe ich zu. Aber es hat etwas Hypnotisches, wie die endlosen Felder an einem vorbeiziehen – mal schwarze Lava, mal sattes Grün. Javier zeigte uns den versteckten Gljúfrabúi-Wasserfall, den die Einheimischen „den Geheimen“ nennen – obwohl inzwischen wohl jeder davon weiß. Am Skógafoss stand ich nah genug, um den Sprühnebel zu spüren, aber nicht so nah, dass ich wieder komplett nass wurde. Dieses konstante Donnern fühlt sich an, als stünde man neben einem vorbeirauschenden Zug. Das Mittagessen in Vík war einfach, aber wärmend – Suppe und Brot. Danach sind wir zur Kirche hochgestiegen, von wo aus der Ausblick so beeindruckend war, dass ich kurz ganz vergaß, Fotos zu machen.
Nach dem Essen ging es zum Reynisfjara-Strand – überall schwarzer Sand, der sich unter den Fingern rauer anfühlte, als ich erwartet hatte (fragt nicht warum ich das getestet habe). Die Wellen waren wild und unser Guide warnte uns immer wieder, nicht zu nah ans Wasser zu gehen, weil sie dich wirklich überraschen können. Die Basaltsäulen wirkten im trüben Licht fast unecht, als hätte jemand sie extra für uns aufgestapelt. Der letzte Stopp war der Sólheimajökull-Gletscher. Die Luft war hier kälter, scharf in der Nase, und wir durften tatsächlich einen Fuß aufs Eis setzen – rutschig, aber auch aufregend.
Auf der Rückfahrt wurde es still, alle halb eingeschlafen oder starrten ins Leere. So viele Eindrücke an einem Tag – das bringt deinen Kopf ganz schön zum Drehen, aber auf eine gute Art.
Nein, die Abholung erfolgt an festgelegten Treffpunkten in Reykjavík, nicht direkt von Hotels.
Rechne mit insgesamt 5 bis 6 Stunden Busfahrt zwischen den Stationen auf der Südküsten-Tour.
Nein, Mittagessen ist nicht inbegriffen, aber in Vík gibt es eine Pause, in der du Essen kaufen kannst.
Ja, die Guides sprechen während der gesamten Tour Spanisch und Englisch.
Ja, bei passenden Wetterbedingungen kannst du während der Tour hinter Seljalandsfoss gehen.
Ja, du kommst dem Sólheimajökull-Gletscher ganz nah und kannst ihn sogar betreten.
Nein, wegen unebenem Gelände und Gehstrecken ist die Tour nicht für Personen mit Mobilitätseinschränkungen geeignet.
Dein Tag beinhaltet die Abholung an zentralen Treffpunkten in Reykjavík (nicht Hotels), alle Eintrittsgelder und Steuern, bequemen Transport mit WLAN an Bord zum sofortigen Teilen deiner Fotos sowie einen erfahrenen zweisprachigen Guide, der auf Spanisch und Englisch spannende Geschichten entlang der Südküste Islands erzählt.
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