Wandere mit einer kleinen Gruppe und erfahrenem Guide über den wilden Falljökull-Gletscher am Vatnajökull, besteige echte blaue Eiswände mit Pickel und Steigeisen (Ausrüstung inklusive), koste reines Gletscherwasser und genieße Kaffee direkt auf dem Eis. Lachen, wackelige Beine und ein unvergesslicher Ausblick inklusive.
Das Erste, was mir auffiel, war das Knirschen – die Steigeisen graben sich in das seltsam lebendige, knackende Eis unter meinen Schuhen. Der Falljökull-Gletscher in Skaftafell sieht nicht aus wie auf Fotos; er ist schroffer und irgendwie stiller, als ich erwartet hatte. Unsere Guide Ása verteilte im Parkplatz die Gurte und Helme (sie nannte das den „Troll-Bus-Halt“ – ob das ein Insiderwitz ist, keine Ahnung). Sie hatte diese Art, dass man das Aufsetzen des Helms einfach wie einen ganz normalen Dienstag empfand. Die Luft roch scharf, fast metallisch, und hinter mir kicherte jemand nervös über „James-Bond-Gletscher“.
Der Weg bis zum Rand dauerte nur fünfzehn Minuten, fühlte sich aber länger an, weil ich die 2.000 Meter hohen Gipfel über uns nicht aus den Augen lassen konnte – sie ragten einfach bedrohlich empor. Ása zeigte uns, wie man Steigeisen anlegt, ohne sich selbst zu stechen (bei mir hat’s fast nicht geklappt), und führte uns dann über die blauen Spalten und tiefen Löcher, die sie Moulins nannte. Einmal schlug sie ein Stück Eis von der Wand ab und ließ uns probieren. Klar, es ist einfach Wasser, aber irgendwie fühlte es sich kälter an als kalt – klingt komisch, blieb mir aber im Kopf.
Dann kam der Kletterteil. Einen Eispickel hatte ich noch nie benutzt; es geht weniger um Kraft, sondern darum, den Füßen zu vertrauen. Meine Hände zitterten bei den ersten Schlägen, aber Ása rief von unten ermutigend: „Benutz deine Zehen! Nicht die Wand umarmen!“ Als ich halb oben war, hörte ich meinen Atem im Eis widerhallen. Es herrschte eine Stille, bis jemand leise auf Französisch fluchte (ich bin mir ziemlich sicher, er hat sich das ausgedacht). Drei Stunden waren wir draußen, aber die Zeit verging wie im Flug.
Der Kaffee danach schmeckte ganz anders – vielleicht, weil wir ihn direkt auf dem Gletscher tranken und Schokoriegel wie bei einem verrückten Polarpicknick herumgereicht wurden. Meine Beine waren am Ende weich wie Pudding, aber ich denke nachts immer noch an diese Aussicht. Wenn du auch nur halb neugierig auf eine Gletscherwanderung oder Eisklettern bei Skaftafell bist, zöger nicht – einfach machen.
Die reine Zeit auf dem Gletscher beträgt etwa drei Stunden.
Ja, alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände sind dabei: Gurt, Helm, Steigeisen, Eispickel und Wanderschuhe.
Das Mindestalter liegt bei 12 Jahren.
Nein, Vorerfahrung ist nicht nötig; die Guides unterstützen Anfänger genauso wie Erfahrene.
Ja, die Touren laufen bei jedem Wetter – passende Kleidung vorausgesetzt.
Maximal sechs Personen pro Gruppe.
Kaffee und Schokolade sind während des Aufenthalts auf dem Gletscher inklusive.
Nach einer kurzen Busfahrt sind es etwa fünfzehn Minuten zu Fuß bis zum Gletscher.
Dein Tag beginnt mit der Abholung am Treffpunkt in Skaftafell per Troll-Bus, inklusive kompletter Gletscherausrüstung – Steigeisen, Gurte, Helme, Pickel – und bei Bedarf auch Wanderschuhe. Ein zertifizierter lokaler Guide führt dich sicher durch Spalten und Moulins, bevor ihr gemeinsam Kaffee und Schokolade direkt auf dem blauen Eis des Vatnajökull genießt.
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