Spüre den Atlantikwind an Hafnarhólmi, während Papageitaucher über dir flitzen, schlendere durch Borgarfjörðurs Torfhäuser und lausche Elfen-Geschichten am Alfaborg-Hügel. Zum Abschluss erwartet dich der sanfte Sprühnebel des Gufufoss Wasserfalls – ein Tagesausflug ab Seyðisfjordur, der salzige Haare und einen ruhigen Kopf schenkt.
Die Tour dauert etwa 5 Stunden inklusive Fahrtzeit.
Ja, die Abholung in Seydisfjordur ist im Tourpreis enthalten.
Ja, die Insel Hafnarhólmi bietet einen einfachen Zugang, um die brütenden Papageitaucher hautnah zu beobachten.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten, aber es gibt unterwegs Dörfer, in denen du Snacks kaufen kannst.
Ja, du kannst eine leichte Wanderung zum Alfaborg-Hügel in Bakkagerði machen, wenn du möchtest.
Gufufoss besticht durch seinen sanften Sprühnebel und die wilde Felskulisse – er ist weniger überlaufen als größere Wasserfälle.
Ja, im Dorf Bakkagerði siehst du das Torfhaus Lindarbakki im Rahmen der Tour.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, da nur leichte Spaziergänge anstehen.
Dein Tag beinhaltet die Abholung in Seyðisfjörður, den Transport in einem klimatisierten Fahrzeug mit WLAN, alle Eintrittsgelder und Steuern sowie einen lokalen Guide, der fast jedes Schaf beim Namen kennt. Freu dich auf viele Lacher und frische Luft, bevor es nach fünf Stunden zurückgeht – ein perfekter Ausflug an Islands Ostküste.
Ich hätte den Bus fast verpasst – anscheinend ist isländische Pünktlichkeit vor dem ersten Kaffee doch präziser als ich dachte. Unser Guide Jónas grinste nur und winkte mich an Bord. Die Fahrt aus Seyðisfjörður raus war ruhig, nur das leise Brummen der Heizung war zu hören (Juni fühlt sich hier noch wie früher Frühling an). Wir fuhren an diesen moosgrünen Hügeln vorbei, überall kleine Schafe – Jónas meinte, die sind hier quasi Nationalschätze.
In Borgarfjörður-Eystri riecht man das Meer, bevor man es sieht. Wir liefen über einen Holzsteg hinaus zur Insel Hafnarhólmi, wo die Papageitaucher brüten. Fotos hatte ich schon gesehen, aber so nah dabei zu sein – man hörte regelrecht ihre kleinen Füße über die Felsen kratzen – war etwas ganz Besonderes. Es waren vielleicht ein Dutzend Leute da, aber es wirkte friedlich, nicht überlaufen. Jónas zeigte uns die „alten Ehepaare“ unter den Vögeln, was uns zum Lachen brachte (Papageitaucher bleiben wohl ein Leben lang zusammen). Ich versuchte Fotos zu machen, doch meistens schaute ich einfach nur zu, wie sie herumtollten.
Danach schlenderten wir durch das Dorf Bakkagerði – ein paar bunt gestrichene Häuser, darunter ein knallrotes Torfhaus mit wildem Gras auf dem Dach. Die Luft roch nach feuchter Erde und etwas Süßem, das ich nicht einordnen konnte. Jónas erzählte von Elfen, die im Hügel Alfaborg wohnen sollen; ob er das ernst meinte, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ließ mich das die moosbewachsenen Steine mit anderen Augen sehen.
Der letzte Halt war der Gufufoss Wasserfall. Er ist kleiner als manch anderer Wasserfall in Island, aber ehrlich gesagt macht das ihn irgendwie noch schöner. Man kann direkt bis zu der Stelle laufen, wo der Sprühnebel ins Gesicht weht (und der ist eiskalt, Vorsicht!). Alles wird still, nur das Rauschen des Wassers bleibt. Ich stand länger da, als ich wollte – und denke manchmal noch an dieses Geräusch, wenn es zuhause zu laut wird.
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