Erkunde Reykjaviks Altstadt bei einer Food Tour mit Muschelsuppe am Hafen, Lamm-Hotdogs am Kultstand und fermentiertem Hai im Dass – alles mit einer lokalen Begleitung, die spannende Geschichten erzählt. Wenn der Flohmarkt offen ist, gibt’s dort auch viel zu lachen. Zum Abschluss wartet ein isländisches Getränk (mit oder ohne Alkohol) bei der Hallgrimskirkja.
Am Hafen von Reykjavik reicht mir jemand eine dampfende Schale Muschelsuppe. Der Wind ist scharf, doch der buttrige Duft der Suppe wärmt sofort. Unsere Guide Sigrún winkt uns ans Wasser und erzählt Geschichten von Fischern – ihr Onkel hat hier früher gearbeitet. Ich versuche, nichts auf meine Handschuhe zu kleckern. Es ist früh, aber schon hört man das leise Summen der Boote und das Kreischen der Möwen. Dass ich die Tour mit laufender Nase wegen Kälte und Pfeffer starte, hätte ich nicht gedacht.
Wir schlängeln uns durch verwinkelte Gassen – jemand zeigt mir Graffiti, die ich sonst übersehen hätte – und plötzlich stehen wir an dem Hotdog-Stand, von dem alle sprechen. Die Schlange geht schnell voran; Sigrún bestellt auf Isländisch (ich versuche es nachzusprechen, sie lacht). Der Lamm-Hotdog ist… anders? Rauchig, mit knusprigen Zwiebeln und einer süßlichen braunen Sauce, die ich nicht benennen kann. Hinter uns erzählt ein Typ, er käme jeden Freitag nach der Arbeit hierher. Fühlt sich an, als würde halb Reykjavik in fünf Minuten vorbeiziehen.
Im Supermarkt stöbern wir durch Lakritzbonbons und knallbunte Joghurtdrinks. Sigrún greift zu Skyr – sie sagt, das ist eigentlich Käse, aber hier behandelt ihn keiner so. Wenn du die Tour am Wochenende machst, führt sie dich auch über den Flohmarkt – dort riecht es nach Wollpullovern und getrocknetem Fisch. Ein älterer Herr versucht mir getrocknete Kabeljauhaut als Snack anzudrehen. Ich lehne dankend ab.
Der letzte Halt ist das Dass, ganz in der Nähe der Hallgrimskirkja – ein gemütlicher Laden mit Holztischen und gedämpftem Licht. Wir sitzen zusammen, probieren kleine Teller mit geräuchertem Lamm, Roggenbrot, das so dicht ist, dass es beim Kauen fast quietscht, und dann… fermentierten Hai. Der Geruch schlägt zuerst ein (wie Reinigungsmittel?), aber alle feuern sich gegenseitig an. Ich wage einen Bissen – scharf, salzig, seltsam weich – und lösche das mit einem Schluck Black Death-Schnaps, der ordentlich brennt. Sigrún hebt ihr Glas: „Jetzt bist du Isländer.“ Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ich fühle mich irgendwie verändert. Manchmal denke ich noch an diesen Tisch, wenn ich kalte Luft oder Roggenbrot rieche.
Die Tour dauert meist 3–4 Stunden, je nach Tempo und Pausen.
Ja, du probierst fermentierten Hai (Hakarl) im Dass nahe der Hallgrimskirkja.
Am Ende bekommst du ein isländisches Getränk deiner Wahl, alkoholisch oder alkoholfrei.
Ja, Allergien und Ernährungswünsche kannst du vorher der Guide mitteilen.
Nein, Treffpunkt ist zentral in Reykjavik bei zwei Steinsäulen, die den ursprünglichen Siedlungsort markieren.
Muschelsuppe, Lamm-Hotdogs, Snacks aus Supermarkt oder Markt, geräuchertes Lamm, Roggenbrot, Skyr und fermentierten Hai.
Der Flohmarkt ist nur samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr offen; dann ist er Teil der Tour.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, Kinder können im Kinderwagen mitkommen.
Dein Tag ist voll mit lokalen Leckereien – von Muschelsuppe am Hafen bis zu berühmten Lamm-Hotdogs. Wenn geöffnet, gibt’s Snacks aus Läden oder vom Flohmarkt. Zum Abschluss wartet das Dass bei der Hallgrimskirkja mit traditionellen Spezialitäten, fermentiertem Hai und einem isländischen Getränk deiner Wahl, bevor du dich in Reykjaviks Zentrum verabschiedest.
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