Steig in Howth auf die Fähre und spüre die salzige Brise, begleitet nur von Seevögeln. Erkunde die grünen Pfade der Insel, besteige den alten Martello-Turm und halte Ausschau nach Basstölpeln oder Papageientauchern. Die Rückfahrt bringt dich entspannt zurück, nach einer Zeit, die draußen irgendwie langsamer vergeht.
Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie schnell sich alles verändert hat – eine Minute noch drängelten wir uns durch die Menschenmassen am Pier von Howth, wichen Möwen aus, die gierig unsere Pommes im Blick hatten, und im nächsten Moment waren wir plötzlich allein mit dem leisen Brummen des Fährmotors auf dem Weg zur Insel Ireland’s Eye. Das Wasser war viel rauer als gedacht, salziger Sprühnebel peitschte mir ins Gesicht (und auf die Brille, die ich besser hätte putzen sollen, bevor ich nach Papageientauchern Ausschau hielt). Unser Kapitän Tomás zeigte schon vor dem Anlegen den Martello-Turm auf der Insel – der steht dort angeblich seit Napoleons Zeiten. Er wirkte stolz darauf. Mir gefiel, dass er uns nicht mit Fakten bombardierte, sondern die Fahrt einfach für sich wirken ließ.
Das Ankommen auf Ireland’s Eye fühlte sich an wie ein Schritt in ein Gemälde – windig, aber nicht kalt, mit einer eigenartigen Mischung aus Grasduft und Tang in der Luft. Keine Schilder, keine Zäune, man konnte einfach losziehen. Wir folgten einem Pärchen mit Ferngläsern, die immer wieder leise „Basstölpel“ flüsterten. Ich versuchte, die Vögel auf den zerklüfteten Klippen aus der Nähe zu sehen, doch ehrlich gesagt war ich oft abgelenkt von dem intensiven Blau, das alles im späten Vormittagslicht umhüllte. Der Weg zum Martello-Turm ist etwas holprig – mein linker Schuh landete prompt in einem matschigen Fleck, den ich für trocken gehalten hatte (typisch). Aber das war egal. Die Ruhe dort draußen ist einfach einzigartig – man hört Möwen über sich streiten und sonst lange nichts.
Ich hatte ein Sandwich eingepackt, saß aber schließlich lieber am westlichen Strand und schaute einem Mutigeren zu, der in dem klaren Wasser schwamm (so eine Kälte, die man bis auf die Zähne spürt). Es ist lustig, wie nah Howth von hier aussieht, aber auch weit genug weg, um für ein, zwei Stunden die geschäftigen Fischrestaurants zu vergessen. Auf der Rückfahrt fragte Tomás, ob wir Papageientaucher gesehen hätten – ich antwortete vielleicht, war mir aber nicht sicher, ob das nicht eher ein Kormoran oder Wunschdenken war. Wie auch immer, ich denke immer wieder an den stillen Rückweg zum Boot, während meine Schuhe bei jedem Schritt ein bisschen matschig quietschten.
Die Überfahrt zwischen Howth und Ireland’s Eye dauert etwa 20 Minuten pro Strecke.
Eine formelle Führung ist nicht dabei, aber die Kapitäne geben unterwegs oft interessante Infos.
Ja, es gibt einen westlichen Strand, an dem Besucher bei Bedarf im klaren Wasser baden können.
Auf der Insel kannst du Papageientaucher, Basstölpel, Kormorane und andere Seevögel beobachten.
Ja, dein Ticket beinhaltet Hin- und Rückfahrt mit der direkten Shuttle-Fähre ab Howth.
Ja, in Howth gibt es verschiedene öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe des Fähranlegers.
Nein, wegen unebenem Gelände ist die Tour nicht für Personen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen.
Dein Tag beinhaltet die direkte Shuttle-Fähre von Howth zur Insel Ireland’s Eye und zurück – mit Rückfahrkarte, damit du dich ganz auf die Erkundung der grünen Wege und die Vogelbeobachtung konzentrieren kannst.


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