Du tauchst direkt in Dalkeys mittelalterliche Welt ein – probiere Bogenschießen mit Schauspielern, schlendere über alte Kirchhöfe und entdecke Irlands kreative Seite in der Schriftstellergalerie. Mit lokalen Guides, die an jeder Ecke Geschichten erzählen, lachst du mal laut und bist im nächsten Moment tief versunken in Gedanken.
Als erstes fiel mir der Geruch auf – alter Stein, leicht feucht, aber keineswegs unangenehm. Kaum hatten wir Dalkey Castle betreten, winkte uns ein Mann in voller mittelalterlicher Montur zu, grinste, als hätte er einen alten Freund entdeckt. „Schon mal Bogenschießen probiert?“ fragte er. Ich zuckte mit den Schultern und sagte nein. Plötzlich hielt ich einen Bogen in der Hand, die Finger kalt auf der Sehne. Der Pfeil flog nicht weit (ich schiebe es auf den Wind vom Meer), aber alle lachten – auch unser Guide, der zwischendurch immer wieder kleine Geschichten aus Dalkeys Vergangenheit erzählte.
Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Schauspieler so mitreißen würden – mal hörst du einem „Barbierschneider“ zu, der Blutegel erklärt (ehrlich, ziemlich eklig), im nächsten Moment erzählt eine Köchin, wie in mittelalterlichen Küchen nichts verschwendet wurde. Sie reichte etwas herum, das nach Kräutern und Holzrauch roch – ich glaube, es war eine Art Brot? Mein Partner wollte nach dem Rezept fragen, sie zwinkerte und meinte, das sei „ein Familiengeheimnis seit 1390“. Es ist ein seltsames Gefühl, gleichzeitig mitten in der Geschichte zu stecken und mit Einheimischen abzuhängen, die ihre Geschichten lieben.
Danach schlenderten wir zum Kirchhof von St Begnet – die Luft wirkte dort irgendwie schwerer, ruhiger. Unser Guide zeigte uns die Schnitzereien auf den Steinen und erzählte von alten Aberglauben; ich ertappte mich dabei, wie ich aufs Meer in der Ferne starrte und an all die Jahrhunderte dachte, die hier übereinanderliegen. Im Heritage Centre gibt es interaktive Bildschirme (sogar auf Spanisch und Französisch – meine Mutter hätte das geliebt) und Modelle im Miniaturformat, bei denen man am liebsten jede Ecke erkunden möchte. Am meisten überraschte mich die Writers’ Gallery: Bonos Gesicht neben Joyce und Beckett, dazu Maeve Binchy (die Lieblingsautorin meiner Tante). Ich drückte auf eines der Panels und hörte Joyce vorlesen – seine Stimme hallte von den Wänden wider. Gänsehaut pur, wenn ich daran zurückdenke.
Mit dem DART-Zug erreichst du Dalkey Castle vom Stadtzentrum Dublin in etwa 25 Minuten, plus ein kurzer Fußweg vom Bahnhof Dalkey.
Die Führungen sind geführt von lokalen Mitarbeitern und Schauspielern in Kostümen, die die Geschichte während des Besuchs lebendig machen.
Das Erdgeschoss ist für Rollstühle und Kinderwagen zugänglich; einige obere Bereiche sind wegen Treppen nur eingeschränkt erreichbar.
Im Heritage Centre gibt es interaktive Bildschirme in mehreren Sprachen, darunter Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Portugiesisch.
Die Führungen starten alle 90 Minuten; die meisten Besuche dauern etwa 1,5 bis 2 Stunden, je nachdem, wie viel Zeit du in der Schriftstellergalerie und bei Extras verbringst.
Ja, Kinder können unter Aufsicht während der lebendigen Geschichtsprogramme Aktivitäten wie Bogenschießen ausprobieren.
Ein Mittagessen ist nicht enthalten; in Dalkey Village gibt es aber Cafés, falls du vor oder nach dem Besuch essen möchtest.
Für größere Gruppen können geführte Touren oder spezielle Extras im Voraus direkt bei Dalkey Castle gebucht werden.
Dein Besuch beinhaltet den Eintritt ins Dalkey Castle & Heritage Centre mit Zugang zu allen interaktiven Ausstellungen – Schauspieler in Kostümen zeigen mittelalterliche Handwerkskünste, während lokale Guides spannende Geschichten erzählen. Du erkundest den Kirchhof von St Begnet, probierst praktische Aktivitäten wie Bogenschießen oder posierst für Fotos in der Prangerzelle, wenn du magst. Die interaktiven Bildschirme sind in mehreren Sprachen verfügbar und bieten tiefergehende Einblicke in Geschichte und Literatur.
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