Erkunde Shimlas koloniale Pfade mit einem lokalen Guide, der zu jedem Schloss und jeder Straßenecke Geschichten erzählt. Von Christ Church bis zum IIAS erwarten dich Lacher am Scandal Point, Glockenklänge am Kali Bari Mandir und Einblicke ins Leben der Bergstation. Diese Stadt bleibt dir lange im Herzen – auch wenn die Schuhe staubig sind.
Dein Tag beinhaltet eine geführte Einweg-Wanderung von Christ Church bis zum Indian Institute of Advanced Study mit einem lokalen Guide, der Englisch, Hindi und Pahari spricht und an jeder Station spannende Geschichten, viel Humor und lokale Anekdoten teilt.
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Alle Bewertungen lesen ›Hast du dich schon mal gefragt, wie es sich anfühlt, durch die Zeit zu wandern und dabei ganz zu vergessen, in welchem Jahrhundert du eigentlich bist? Genau so ging es mir in Shimla. Wir starteten vor der Christ Church – gelbe Wände, bunte Glasfenster, fast wie ein Filmset. Doch als Pfarrer Sohan Lal uns zuwinkte, wurde mir klar: Das ist hier ganz normaler Alltag. Die Luft war frisch, fast scharf, und ich roch den feinen Duft von Kiefernnadeln, vermischt mit Weihrauch, der irgendwo herüberwehte. Unser Guide Rakesh scherzte, wenn man genau hinhört, hört man die alten britischen Geister noch über Tee streiten.
Die Ridge war belebt, aber nicht überfüllt – Familien aßen gerösteten Mais, Schulkinder lachten laut, und eine Gruppe älterer Männer spielte Karten auf einer Bank. Wir machten Halt am Scandal Point (der Name brachte mich zum Schmunzeln), und Rakesh erzählte, wie einst ein Maharadscha hier mit einer britischen Dame durchgebrannt sein soll. Er zeigte auf das Bantony Castle – so ein verblasstes Rosa hatte ich bei einem Palast noch nie gesehen. Man konnte fast die Geschichten spüren, die in den Mauern steckten. Am Kali Bari Mandir läuteten plötzlich die Glocken so laut, dass ich zusammenzuckte; Rakesh grinste und meinte, das sei ein gutes Omen, wenn man erschrickt.
Wir schlenderten am rotbraunen Telegraph Office vorbei (angeblich von einem schottischen Architekten entworfen) und dann am Railway Board Building – ganz aus Gusseisen und Stahl aus Glasgow. Es ist schon eigenartig, diese europäischen Gebäude zwischen den Himalaya-Bergen zu sehen. Gorton Castle sah aus, als käme es direkt aus Schottland, roch aber leicht nach Chai von einem Straßenverkäufer in der Nähe. Als wir schließlich das Indian Institute of Advanced Study (früher Viceregal Lodge) erreichten, waren meine Füße müde, aber mein Kopf voll mit halberinnerten Fakten und lokalen Geschichten. Ich denke noch oft an den Blick über Shimla, als die Sonne hinter den Wolken verschwand – es war gleichzeitig majestätisch und ganz alltäglich.
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