Erkunde den Demeter-Tempel, sieh Manolis beim Töpfern in Damalas zu, genieße Kitron oder Kaffee in Chalkis sonnigen Gassen und halte inne bei der stillen Kouros-Statue im Flerio-Tal. Diese Halbtages-Tour auf Naxos bringt dich nah an echte Menschen und Orte – mit genug Zeit zum Durchatmen.
Schon auf den schmalen Straßen außerhalb von Naxos Stadt rumpelten wir, als unsere Reiseleiterin Maria auf die Olivenbäume hinwies – einige sollen älter sein als ihre Großmutter. Ich war noch halb wach (der Kaffee am Hafen war zu stark), als wir am Demeter-Tempel ankamen. Der Stein fühlte sich selbst so früh am Morgen schon warm an. Maria durfte leider nicht mit rein (wegen der Führerschein-Regeln), also erzählte sie uns erst die Geschichte, bevor wir alleine zwischen den Säulen umherstreiften. Es gibt auch ein kleines Museum – drinnen ist es kühler und voll mit alten Tonscherben, die mich wünschend zurückblicken ließen, ich hätte im Geschichtsunterricht besser aufgepasst.
Als Nächstes stand Damalas auf dem Plan – ein winziges Dorf, in dem man irgendwo hinter den Häusern Hühner gackern hört. Manolis, der Töpfer, hatte Ton an den Händen und störte sich nicht daran, dass wir um seine Drehscheibe standen. In knapp zwei Minuten formte er einen Krug und erzählte dabei Geschichten, die ich nur halb verstand (sein Englisch ist definitiv besser als mein Griechisch). Der Geruch von feuchter Erde blieb an meinen Fingern kleben, nachdem ich selbst versucht hatte, etwas zu drehen – sagen wir mal, das Ergebnis war eher… naja. Dann ging es weiter nach Chalki: bunte Türen, verschlafene Katzen und der leichte Duft von Zitrusfrüchten, wenn man an der offenen Tür der Vallindras Kitron-Brennerei vorbeigeht.
Ich verlor völlig das Zeitgefühl beim Schlendern durch die Gassen – kaufte sogar eine kleine Seife von einer Frau, die lächelte, aber nichts sagte (vielleicht musste sie das auch nicht). Danach fuhren wir kurz an den Marmorsteinbrüchen bei Kinidaros vorbei; riesig und überraschend still, nur das entfernte Klirren hallte vom weißen Stein wider. An der Kirche Panagia Drosiani machten wir Halt – Maria warnte vor den steilen Stufen, aber die verblassten Fresken drinnen waren jede Mühe wert. Jemand zündete Weihrauch an, bevor wir eintraten; ich erinnere mich noch gut an den Duft, der sich mit Staub und altem Stein vermischte.
Der letzte Stopp war das Flerio-Tal – sattgrün, obwohl es zuletzt kaum geregnet hatte. Dort liegt eine halb fertige Kouros-Statue zwischen wilden Blumen; niemand weiß so genau, warum sie vor Jahrhunderten einfach dort liegen gelassen wurde. Wir standen eine Weile still da, lauschten den Zikaden und dachten darüber nach, wie lange Dinge hier überdauern, wenn man sie einfach in Ruhe lässt. Da fragt man sich fast, was von Naxos bei einem selbst hängenbleibt – ich bin noch dabei, das herauszufinden.
Die Tour dauert etwa 4 Stunden von Anfang bis Ende.
Die Abholung ist nur bei der Abfahrt um 08:30 Uhr von festgelegten Punkten bei Plaka, Ag. Anna, Ag. Prokopios, Stelida und Naxos Stadt inklusive.
Du besuchst den Demeter-Tempel (oder an bestimmten Tagen das Dorf Filoti), das Dorf Damalas mit Töpferwerkstatt, das Dorf Chalki mit freier Zeit, die Kirche Panagia Drosiani (von außen), Marmorsteinbrüche bei Kinidaros und die Kouros-Statue im Flerio-Tal.
Nein, Mittagessen ist nicht enthalten; in Chalki hast du freie Zeit, um Snacks oder Kaffee zu kaufen.
Ja, für Teilnehmer gibt es eine kostenlose Gepäckaufbewahrung während der Tour.
Ja, am Demeter-Tempel musst du Treppen steigen und bergauf gehen; einige Wege sind uneben.
Wenn der Tempel geschlossen ist (dienstags, 1. Mai oder bei Hitze), besuchst du stattdessen das Dorf Filoti.
Wegen des zügigen Tempos und der nötigen Gehstrecken ist die Tour nicht für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen geeignet.
Dein Tag beinhaltet die Abholung an festgelegten Orten bei der Abfahrt um 08:30 Uhr (Rückfahrt nicht inklusive), kostenlose Gepäckaufbewahrung am Hafen während der Tour, bequemen klimatisierten Transport zwischen Stationen wie Demeter-Tempel oder Filoti, Besuch der Töpferwerkstatt in Damalas mit Vorführung von Manolis, viel freie Zeit in Chalki zum Erkunden oder Kaffee trinken – und alle Eintrittsgelder sind inklusive, damit du dich ganz auf die Erlebnisse konzentrieren kannst.
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