Starte deinen Tag in Kutaisi und entdecke mit einer kleinen Gruppe die türkisfarbenen Wasser des Martvili Canyon, bevor du die leuchtenden Gänge der Prometheus Höhle mit einem lokalen Guide erkundest. Zum Mittagessen erwartet dich ein echtes georgisches Fest mit viel Lachen und neuen Geschmäckern. Danach geht’s in ein verlassenes Sanatorium für einen Einblick in die Geschichte der Sowjetzeit, bevor du zurückkehrst.
Die Tour dauert etwa 6 bis 6,5 Stunden inklusive aller Stopps.
Ein traditionelles georgisches Mittagessen ist eingeplant; die Mahlzeiten werden vor Ort à la carte bezahlt.
Bootsfahrten sind optionale Aktivitäten und gegen Aufpreis möglich, je nach Wetterlage.
Du läufst insgesamt 1 bis 2 Stunden – etwa 700 Meter im Martvili Canyon und 1,5 km in der Prometheus Höhle.
Die Tour startet an einem zentralen Treffpunkt im Stadtzentrum von Kutaisi; eine Hotelabholung ist nicht vorgesehen.
Der Guide spricht während der Tour Englisch.
Ja, es gibt spezielle Kindersitze, aber die Teilnehmer sollten eine moderate Fitness für die Gehstrecken mitbringen.
Bequeme Schuhe zum Laufen sind empfehlenswert, da es gepflasterte Wege und etwas unebene Stellen gibt.
Dein Tag beinhaltet den Transport im komfortablen Minibus oder Minivan mit kostenlosem WLAN, eine englischsprachige lokale Führung bei den Spaziergängen durch Martvili Canyon und Prometheus Höhle, viele Einblicke in georgische Kultur und Geschichte sowie eine Pause für ein traditionelles Mittagessen (Mahlzeit separat bezahlt), bevor es am späten Nachmittag zurück ins Zentrum von Kutaisi geht.
An diesem Morgen in Kutaisi hätte ich fast den Minibus verpasst – ich hatte noch schnell einen Kaffee geholt und die Straßenkatze wollte einfach nicht von meinem Schoß weichen. Unsere Reiseleiterin Nino grinste nur und winkte mir zu, als ich endlich (natürlich zu spät) auftauchte. Die Fahrt zum Martvili Canyon war voller Gespräche und beschlagener Fenster – alle tauschten Snacks aus. Als wir ankamen, lag eine feuchte Moosluft in der Luft, dazu der frische, scharfe Geruch des Flusses. Ich hätte nicht gedacht, dass das Wasser so blau-grün ist; es sah fast unecht aus, bis man näher hinsah. Nino erzählte, wie die Einheimischen hier früher als Kinder schwimmen gingen, bevor die Wege gebaut wurden.
Wir folgten dem steinernen Pfad am Rand der Schlucht – gerade mal 700 Meter, aber man bleibt alle paar Schritte stehen, um Fotos zu machen oder einfach nur zu staunen. Einige machten die Bootsfahrt (gegen Aufpreis), ich war aber glücklich, die kleinen Boote unter den Wasserfällen entlanggleiten zu sehen. Es gab auch eine Zipline, doch als es zu nieseln begann, traute sich niemand. Jemand versuchte, die verschiedenen Grüntöne der Bäume zu zählen – nach zehn gab er auf.
Als nächstes stand die Prometheus Höhle auf dem Programm, etwa eine halbe Stunde entfernt. Drinnen war es kälter als erwartet, meine Brille beschlug sofort. Die Höhle ist riesig – 1,5 km beleuchtete Wege und wilde Stalaktiten, die wie geschmolzene Kerzen aussehen. Unsere Führerin wechselte ständig zwischen Englisch und Georgisch und zeigte uns Formen im Gestein („Das soll ein Drache sein“, sagte sie – ich musste genau hinschauen, vielleicht?). Hier gibt es auch eine optionale Bootsfahrt unter Tage, bei der man das Echo des Flusses an den Felswänden hören kann.
Mittagessen gab es in einem familiengeführten Restaurant außerhalb von Tskaltubo – keine Speisekarte, sondern Teller, die so lange kamen, bis wir nicht mehr konnten: Khachapuri mit Käse, eingelegte Jonjoli-Blüten (schmeckten besser, als sie aussahen), noch brutzelnder Schweine-Shashlik vom Grill. Nino erklärte, wie Georgier auf alles anstoßen – auf Freundschaft, Berge und sogar auf regnerische Tage wie unseren. Li lachte, als ich versuchte, „madloba“ richtig auszusprechen; ich hab’s wohl verhauen. Auf dem Rückweg nach Kutaisi schauten wir noch in ein altes Sanatorium in Tskaltubo – verblasste Wandmalereien, die vom Beton abblätterten, Ranken, die durch zerbrochene Fenster krochen. Es war seltsam friedlich dort drin; diese Stille geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
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