Du schlenderst durch mittelalterliche Gassen in Avignon, berührst antike Steine am Pont du Gard, probierst kräftige Rotweine in Châteauneuf-du-Pape und lässt die Ausblicke in Les Baux lange nachklingen. Mit Abholung in Marseille und einem lokalen Guide, der jede Abkürzung und Bäckerei kennt, ist das mehr als nur ein Tagesausflug – es ist Provence, wie die Einheimischen sie erleben.
Unter den Bögen des Pont du Gard fühlte ich mich plötzlich ganz klein. Unsere Reiseleiterin Sylvie lächelte nur – hier bekommt wohl jeder diesen Blick. Die Steine waren kühl, wenn man sie anfasste, rau und gleichzeitig von der Sonne erwärmt. Sie erzählte, wie die Römer das Bauwerk ganz ohne Mörtel errichteten. Ich versuchte mir vorzustellen, wie sie die schweren Steine bei der Hitze schleppen mussten (es wurde schon am Vormittag richtig warm), aber ehrlich gesagt hätte ich wahrscheinlich schon nach der Hälfte aufgegeben.
Wir starteten früh in Marseille – die Abholung klappte pünktlich, was in Frankreich fast wie ein kleines Wunder wirkte. Die Fahrt war ruhig, Weinberge zogen am Fenster vorbei und jemand hinter mir summte leise vor sich hin. In Avignon thronte der Papstpalast mit seinen verwitterten Mauern und unebenen Stufen über uns. Drinnen hallte es, als hätten alle Gebete und Streitigkeiten der Vergangenheit nie aufgehört. Sylvie zeigte uns eine kleine Bäckerei, in der sie immer ihren Kaffee holt – ich folgte ihrem Tipp und landete bei einem blättrigen Gebäck, das mir Zucker an den Fingern kleben ließ.
Weiter ging’s nach Châteauneuf-du-Pape. Der Weinkeller roch erdig, fast staubig, aber auf eine angenehme Art – wie alte Bücher oder Keller bei uns zuhause. Die Weinprobe war entspannt; wir probierten drei Rotweine, während der Besitzer erst auf Französisch und dann für uns auf Englisch erklärte, warum die Kieselsteine im Weinberg wichtiger sind als der Regen. Ich nickte mit, genoss aber vor allem die Wärme, die nach jedem Schluck von innen aufstieg. Li lachte, als ich versuchte, „Châteauneuf-du-Pape“ richtig auszusprechen – wahrscheinlich habe ich es total verhauen.
Unser letzter Stopp war Les Baux de Provence, hoch oben gelegen. Von dort sieht man endlose Olivenhaine, wenn man in die Ferne blinzelt. Ich schlenderte ein Stück weg und setzte mich auf eine Steinmauer, lauschte den Zikaden und den Stimmen, die von unten heraufwehten. Es ist schon eigenartig, wie manche Orte einen gleichzeitig fern und ganz im Hier und Jetzt fühlen lassen.
Die Tour dauert den ganzen Tag, startet morgens und endet abends wieder in Marseille.
Ja, eine Weinprobe im Weinkeller von Châteauneuf-du-Pape ist inklusive.
Der Eintritt zum Pont du Gard ist inklusive, das Museum ist davon ausgenommen.
Die Abholung erfolgt an zentralen Punkten in Marseille; die Details findest du in deiner Buchungsbestätigung.
Die Gruppe ist auf acht Teilnehmer begrenzt, für ein persönlicheres Erlebnis.
Kinder unter 4 Jahren können leider nicht mitkommen.
Es gibt kein Mittagessen, aber unterwegs Zeit, in den Dörfern etwas zu essen.
An manchen Tagen führt die Route durch Aix en Provence, je nach Abhol- oder Rückfahrtsort.
Dein Tag beinhaltet klimatisierten Transport mit pünktlicher Abholung in Marseille, Eintritt zum Pont du Gard (außer Museum), geführte Stopps in Avignon und Les Baux de Provence sowie eine gemütliche Weinprobe in einem Weinkeller von Châteauneuf-du-Pape, bevor es bei Sonnenuntergang zurück zu den Weinbergen geht.
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