Du paddelst dein eigenes Kajak vom Hafen La Ciotat zur Ile Verte und entlang der wilden Calanques-Küste. Freu dich auf salzige Luft, ruhige Momente zwischen Buchten und Zeit, Mugel Creek oder Eagle Beak ganz entspannt zu entdecken. Mit Karte und lokalen Tipps findest du deinen eigenen Rhythmus auf dem Wasser.
Dein Tag beinhaltet die Miete eines Einzel- oder Doppelkajaks mit Paddeln bei Expenature im Hafen von La Ciotat; dazu bekommst du eine Karte mit lokalen Tipps und Erklärungen, damit du je nach Wetter Ile Verte oder die Bucht Mugel erkunden kannst – Rückgabe jederzeit bis 18 Uhr.
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Alle Bewertungen lesen ›Der Morgen begann fast damit, dass wir die Abzweigung zu Expenature verpassten – ich gebe dem Kreisverkehr die Schuld, oder vielleicht einfach meiner Nervosität, in einem Ort Kajak zu fahren, den ich bisher nur von Postkarten kannte. Der Typ am Schalter war geduldig (auch als ich mein bestes Französisch versuchte und bei „pagaie“ total ins Stolpern geriet). Er gab uns eine Karte mit handschriftlichen Kreisen um die Bucht Mugel und den Aussichtspunkt Eagle Beak, dazu ein paar Wettertipps – anscheinend kann hier der Wind schnell auffrischen. Die Luft roch leicht salzig, vermischt mit Sonnencreme und irgendwoher duftete frischer Espresso.
Wir stießen vom Hafen ab, die Paddel klapperten anfangs noch etwas unbeholfen. Es ist erstaunlich, wie schnell man die Technik vergisst, wenn man erst mal draußen ist – das Wasser plätschert sanft am Kajak, die Sonne blitzt durch ein paar zähe Wolken. Es gab diesen Moment, als wir nahe der Ile Verte trieben, da wurde alles still, nur Möwen kreisten über uns und das leise Eintauchen der Paddel war zu hören. Ich dachte nur: So fühlt sich Entschleunigung an. Ein paar Einheimische angelten von den Felsen, einer winkte, ohne von seiner Angel aufzusehen.
Die Bucht Mugel zu finden dauerte länger als gedacht (auf der Karte sah sie näher aus), aber sich zu verlaufen bedeutete einfach mehr Zeit auf dem Wasser. Zum Mittag machten wir an ein paar flachen Felsen Halt – das Brot in meinem Rucksack war zwar zerdrückt, schmeckte hier aber irgendwie besser. Meine Freundin versuchte, jede Pflanze am Ufer zu benennen; zwei hatte sie richtig. Am späten Nachmittag, die Arme müde, aber nicht schmerzhaft, paddelten wir zurück nach La Ciotat, Salz trocknete auf unserer Haut, der Wind zerzauste die Haare. Ich denke noch oft an den Blick zurück zur Stadt – helle Häuser, die sich über das blaue Wasser stapeln – und wie einfach es sich anfühlte, einfach eine Weile dahin zu treiben.
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