Mitten in Bordeauxs Altstadt nimmst du an einer lockeren Weinverkostung mit sechs regionalen Weinen teil, begleitet von lokalen Käse- und Wurstspezialitäten. Unter der Leitung eines Experten, der alles verständlich macht, lernst du Terroir, Rebsorten und das Mixen von Weinen kennen – und hast dabei viel Spaß mit anderen Reisenden (und vielleicht ein paar lustigen Aussprachefehlern). Am Ende gehst du mit einem neuen Gefühl der Verbundenheit – zu Bordeaux, seinen Weinen und deiner eigenen Neugier.
Ich hatte immer gehört, Bordeaux sei das Mekka für Wein, aber dass ich mich so wohlfühlen würde, hätte ich nicht gedacht – in einem gemütlichen kleinen Laden nur einen Steinwurf vom Grand Théâtre entfernt, umgeben von Leuten, die genauso neugierig (und vielleicht genauso ahnungslos) waren wie ich. Unsere Gastgeberin Camille strahlte eine ruhige Gelassenheit aus, die überhaupt nicht einschüchterte. Sie schenkte das erste Glas Weißwein ein und forderte uns auf, den Wein richtig zu schwenken. Ich hab’s versucht, aber meistens nur meine Finger nass gemacht. Der Duft war frisch, fast grasig, und jemand neben mir flüsterte „Mineralität“. Was das genau heißt, weiß ich bis heute nicht, aber ich mochte, wie alle darüber lachen mussten.
Die Weinverkostung in Bordeaux war kein steifer Vortrag, sondern eher wie ein Blick hinter die Kulissen einer Familie. Camille erklärte uns das Terroir und die Rebsorten ganz ohne Schnickschnack (sie zeichnete sogar eine kleine Karte auf eine Serviette). Wir probierten drei reinsortige Rotweine nebeneinander – einer davon so erdig, dass ich sofort an nasses Laub nach Regen denken musste. Danach kamen zwei vollere Weine: einer von der linken, einer von der rechten Gironde-Seite. Der Grand Cru hatte so einen tiefen, fast rauchigen Ton – ich schnupperte immer wieder am Glas zwischen Bissen von salziger Wurst und cremigem Käse. Jemand versuchte „Pessac-Léognan“ auszusprechen und hat’s komplett verhauen; Camille grinste und meinte, schlimmeres gehört zu haben.
Ich erinnere mich, wie ich ein Stück Baguette abbrach und mich irgendwie rundum zufrieden fühlte – genau hier wollte ich an diesem Nachmittag sein. Es ist verrückt, wie schnell man von Fremden zu Leuten wird, mit denen man bei einem Glas schwer auszusprechenden Rotwein Geschichten teilt. Am Ende fühlte ich mich nicht mehr unsicher, wenn es darum ging, eine Flasche für das Abendessen auszusuchen – kein Profi, aber definitiv selbstbewusster. Manchmal denke ich noch daran, wie der buttrige Käse im Abgang des Weins schmolz oder wie leicht es hier war, Fragen zu stellen… auch wenn ich die Hälfte der Antworten wieder vergaß.
Du probierst 6 Weine: 1 Weißwein und 5 Rotweine während des Workshops.
Ja, es gibt lokale Käsesorten, Wurstplatten und frisches Baguette zu den Weinen.
Der Workshop findet im historischen Zentrum von Bordeaux, nahe dem Grand Théâtre, statt.
Nein, Vorkenntnisse sind nicht nötig; auch Anfänger lernen hier spielerisch dazu.
Ja, ein erfahrener lokaler Weinexperte führt durch den Workshop und alle Verkostungen.
Nein, Kinder unter 16 und Haustiere sind aus Rücksicht auf die Gruppe nicht erlaubt; private Verkostungen sind möglich.
Die Snacks bestehen aus Käse und Wurst; spezielle Ernährungswünsche sollten direkt mit den Veranstaltern geklärt werden.
Ja, Wasser steht während der gesamten Verkostung zur Verfügung.
Dein Nachmittag umfasst sechs regionale Bordeaux-Weine (ein Weißer und fünf Rote), großzügige Platten mit lokalen Käsesorten und Wurst, frisches Baguette, Wasser, gedruckte Infoblätter zum Nachlesen sowie die Begleitung eines freundlichen lokalen Weinexperten – alles in einem einladenden Ambiente mitten im historischen Zentrum von Bordeaux.
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