Du startest früh in Puerto Jiménez zu einem echten Abenteuer – eine kleine Bootstour zur Sirena Station im Corcovado, geführt von jemandem, der jeden Ruf im Wald kennt. Freu dich auf schlammige Füße, hautnahe Tierbegegnungen (vielleicht Tapire oder Affen), Mittagessen an der Rangerstation und ein Gefühl, das lange nachwirkt.
Der Morgen begann anders als gedacht – ich hatte meine Sandalen im Auto vergessen und musste zurücklaufen, fast bin ich dabei an einem streunenden Hund am Hafen von Puerto Jiménez gestolpert. Der Himmel war noch dieses schwere Grau-Blau vor Sonnenaufgang, und unser Guide Javier verteilte Kaffee und Obst, während wir auf das Boot warteten. Er scherzte, dass „Dschungelhaare“ der echte Look der Osa-Halbinsel seien (das hat mich mit meinen Haaren etwas beruhigt). Wir waren nur sechs Leute plus Javier, und es fühlte sich eher an wie mit Freunden unterwegs zu sein als auf einer offiziellen Tour.
Die Bootsfahrt zur Sirena Station war lauter als erwartet – Motorenbrummen, salzige Gischt im Gesicht, der Wind zerrte an meinem Shirt. Plötzlich tauchten Delfine neben uns auf, wenn auch nur kurz. Ich versuchte ein Foto, landete aber meist nur mit verschwommenem Wasser und jemandes Ellbogen. Als wir anlegten, gab es keinen Steg – nur nassen Sand und verwurzelte Äste. Meine Füße versanken im kühlen, körnigen Schlamm. Javier führte uns direkt in die Regenwaldpfade, zeigte uns Totenkopfaffen über uns (die sehen wirklich aus wie kleine Akrobaten) und eine seltsame Pflanze, die beim Zerdrücken der Blätter nach Limette roch.
Ich will ehrlich sein – nach etwa einer Stunde schlug die Luftfeuchtigkeit richtig zu. Doch dann entdeckten wir einen Tapir, halb versteckt hinter Lianen, der gemütlich vor sich hin kaute, als wäre er der Herr hier. Alle wurden still, bis auf einen, der leise fragte: „Ist es hier immer so friedlich?“ Javier lächelte nur und meinte, manchmal hat man eben Glück im Corcovado. Das Mittagessen an der Sirena Station war einfach, aber lecker – Reis, Bohnen, Hühnchen – und wir saßen alle zusammen, tauschten Geschichten aus, während irgendwo über uns die Aras schrien. Es ist erstaunlich, wie schnell man hier draußen sein Handy vergisst.
Der Rückweg fühlte sich langsamer an; vielleicht lag es an der Hitze oder daran, dass ich den Moment einfach verlängern wollte. Wir sahen Tukane (die Farben sind fast zu krass) und ich versuchte, ihren Namen auf Spanisch auszusprechen – alle lachten, weil mein Akzent wohl hoffnungslos ist. Auf dem Rückweg im Boot dachte ich immer wieder an den Tapir-Moment – wie ruhig und friedlich alles plötzlich war. Wenn du einen echten Tagesausflug von Puerto Jiménez ins Corcovado suchst, dann ist das hier genau richtig… auch wenn du deine Sandalen vergisst.
Die Ganztagestour geht meist vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag.
Ja, das Mittagessen wird gegen 11:30 Uhr an der Sirena Station serviert.
Ja, Wasserschuhe oder verstellbare Sandalen sind empfehlenswert, da es keinen Steg an Sirena gibt.
Die Gruppen sind klein – maximal 8 Teilnehmer pro Tour.
Ja, die Eintrittskarten für den Nationalpark sind im Preis enthalten.
Du kannst Tapire, Affen, Faultiere, Tukane, Aras und manchmal Delfine auf der Bootsfahrt entdecken.
Ja, die Hin- und Rückfahrt mit dem Boot ab Puerto Jiménez ist inklusive; Parkplätze sind vorhanden, wenn du selbst fährst.
Die Wanderung ist für die meisten Fitnesslevel machbar, aber nicht geeignet für Personen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dein Tag beginnt mit leichtem Frühstück, Kaffee und Obst vor der Bootsfahrt von Puerto Jiménez zur Sirena Station; Hin- und Rückfahrt mit dem Boot; alle Nationalparkeintrittsgebühren; Wanderung mit einem zweisprachigen zertifizierten Guide; wiederverwendbare Wasserflaschen; Mittagessen an der Sirena Station; sowie Parkplätze, falls du selbst fährst – alles ist organisiert, damit du dich ganz auf die Natur konzentrieren kannst.


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