Begleite einen Historiker auf einem Spaziergang vom Bund und Peace Hotel durch Hongkous verwinkelte Gassen bis zum jüdischen Flüchtlingsmuseum. Erlebe Geschichten, die Gesichter mit Orten verbinden, stille Momente in alten Synagogen und Einblicke in den Alltag – inklusive privatem Transport und viel Zeit für Fragen. Du wirst Shanghai danach mit anderen Augen sehen.
Das Erste, was mir auffiel, war die Stille in der Lobby des Peace Hotels – nur wenige Schritte vom Trubel am Bund entfernt, aber plötzlich fühlte es sich an, als wären wir in eine andere Zeit eingetaucht. Unser Guide David, der schon lange hier lebt, zeigte uns Details, die ich nie bemerkt hatte: Art-déco-Elemente, Geschichten der Familie Sassoon und sogar einen Witz über Opiumhöhlen, der einen älteren Herrn in unserer Gruppe zum Lachen brachte. Immer wieder schaute ich zum Fluss hinaus – Shanghai vibriert ja förmlich – doch hier herrschte eine Atmosphäre aus alten Teppichen und poliertem Holz. Ehrlich gesagt fühlte ich mich winzig in diesem Moment.
Dann stiegen wir in einen Van und fuhren nach Norden nach Hongkou. Die Luft veränderte sich – weniger Glanz, dafür Wäsche, die von Balkonen flatterte. David nannte es „das alte jüdische Viertel“, doch die Einheimischen nennen es einfach ihr Zuhause. Wir schlenderten durch enge Gassen, wo kaum Sonnenlicht den Boden erreichte, und blieben vor einer verblassten Haustür stehen; hier hatten einst jüdische Flüchtlinge Seite an Seite mit chinesischen Familien gelebt. Ein zarter Duft von frittiertem Teig und Weihrauch lag in der Luft – ich hätte gerne länger verweilt, doch wir hatten noch viel vor.
Das Shanghai Jewish Refugees Museum hat mich stärker berührt, als ich erwartet hatte. Die Ohel Moshe Synagoge ist klein, aber voller Fotos – Gesichter aus dem Shanghai der Kriegszeit, und David kannte zu jedem Bild eine Geschichte. Er zeigte uns einen Brief eines Mädchens, das hier überlebt hatte; ihre Handschrift erinnerte mich an die meiner Cousine. Im Huoshan Park steht ein Denkmal zwischen Bäumen, wo alte Männer an Steintischen Karten spielen – ein Ort, der zugleich fremd und warm wirkte.
Ich denke noch oft daran, wie David die drei Einwanderungswellen der Juden beschrieb – verwoben mit russischen Exilanten, Bagdadi-Händlern und Überlebenden des Zweiten Weltkriegs – und wie Shanghai es geschafft hat, für sie alle Raum zu schaffen. Das war nicht nur Geschichte, man spürte die Nachklänge in diesen versteckten Gassen. Wer neugierig ist (oder sentimental wie ich), wird von dieser Tour lange etwas mitnehmen.
Die Tour dauert etwa vier Stunden und führt zu mehreren wichtigen Stätten jüdischen Erbes in Shanghai.
Ja, der Eintritt zur Ohel Moshe Synagoge und dem Museum ist im Programm enthalten.
Ja, die Tour beinhaltet privaten, klimatisierten Transport.
Die Tour beginnt im Peace Hotel am Bund in Shanghai.
Ja, dein Guide ist ein Historiker mit Schwerpunkt jüdische Geschichte, der in Shanghai lebt.
Nein, Mittagessen ist nicht inbegriffen, aber unterwegs gibt es Möglichkeiten für Snacks.
Die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, jedoch nicht für Schwangere oder Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen empfohlen.
Ja, die Tour findet bei jedem Wetter statt – passende Kleidung wird empfohlen.
Dein halber Tag beinhaltet privaten, klimatisierten Transport zwischen den Stationen, Eintritt zu Sehenswürdigkeiten wie dem Shanghai Jewish Refugees Museum und die Begleitung durch einen ortsansässigen Historiker, der die lokalen Geschichten lebendig macht. Treffpunkt ist das Peace Hotel, von wo aus ihr gemeinsam große Highlights und versteckte Ecken erkundet.


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