Du lernst grundlegende Bergsteiger-Techniken am Gletscher des Huayna Potosi, verbringst zwei Nächte zur Akklimatisierung im Basis- und Hochlager und wirst von erfahrenen lokalen Guides begleitet. Kalte Winde, echtes Gemeinschaftsgefühl bei warmen Mahlzeiten und ein unvergesslicher Sonnenaufgang am Gipfel warten auf dich – eine Erfahrung, die dich verändert, auch wenn du es erst später merkst.
„Du spürst den Berg in deinen Knochen, noch bevor du den Gipfel siehst“, grinste unser Guide Javier und reichte mir am Basislager eine zerbeulte Thermoskanne. Ich hatte ihn erst an diesem Morgen in La Paz kennengelernt, doch als wir am Gletscher auf 4900 Metern zum ersten Mal die Steigeisen anlegten, kam es mir vor, als würde er schon ewig nervöse Bergsteiger begleiten. Das Eis knirschte lauter als gedacht – unter den Füßen fast wie zerbrechendes Glas. Meine Hände kribbelten vor Kälte, aber auch vor Aufregung. Dieses Gefühl, die schweren Bergstiefel anzuschnallen und hinauf zum Huayna Potosi zu blicken, lässt dich schon ein bisschen an deinem Verstand zweifeln.
Die erste Nacht im Basislager war härter als erwartet. Der Wind rüttelte an den Wänden der Hütte, und irgendwo im Flur hallte Lachen – vielleicht Erleichterung, vielleicht Höhenwahnsinn. Das Abendessen war einfach, aber heiß (ich erinnere mich noch, wie der Dampf meine Brille beschlug), und Javier achtete darauf, dass wir genug Cocatee tranken, um uns an die Höhe zu gewöhnen. Ich dachte, ich hätte geschlafen, doch eigentlich hörte ich nur mein Herz viel zu schnell schlagen.
Am zweiten Tag stiegen wir zum Hochlager auf – nur wir, Javier und ein Paar aus Chile, das noch nie Schnee gesehen hatte. Mit jedem Schritt wurde die Luft dünner; oft blieb ich stehen, um so zu tun, als würde ich ein Foto machen, dabei brauchte ich einfach eine Pause zum Luft holen. Beim Sonnenuntergang färbte sich alles rosa und still, nur entfernt knackten Lawinen irgendwo im Verborgenen. Da wurde mir bewusst, wie fern wir von zu Hause waren – 32 Kilometer von La Paz entfernt sind auf der Karte nicht viel, hier oben fühlt es sich an wie eine andere Welt.
Der Gipfeltag begann im Dunkeln. In langsamen Reihen mit Stirnlampen stapften wir über den Gletscher, die Steigeisen quietschten auf altem Eis. Der letzte Abschnitt war steil – wirklich steil – und an einer Stelle sagte Javier nur: „Jetzt bloß nicht nach unten schauen.“ Er lachte danach, was meine Nerven nicht gerade beruhigte. Doch dann standen wir plötzlich da: 6088 Meter über dem Meeresspiegel, die Sonne ging über der Cordillera Real auf. Erst wusste ich nicht, ob ich stolz oder einfach nur erleichtert war – wahrscheinlich beides. Manchmal denke ich noch heute an diesen Ausblick, wenn es zuhause mal wieder laut wird.
Ja, fitte Anfänger können Huayna Potosi mit guter Akklimatisierung und erfahrenem Guide besteigen.
Die Tour dauert drei Tage: Gletschertraining am ersten Tag, Aufstieg zum Hochlager am zweiten und Gipfelversuch mit Rückkehr nach La Paz am dritten Tag.
Privater Transport, Verpflegung während der Tour, technische Kletterausrüstung, geführte Betreuung (ein Guide für zwei Teilnehmer) und Unterkunft in den Berghütten.
Der Huayna Potosi liegt etwa 32 km von der Stadt La Paz entfernt.
Nein, Vorerfahrung ist nicht nötig, aber gute Fitness und Akklimatisierung sind wichtig.
Nein, sie wird nicht empfohlen bei Rückenproblemen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder starker Höhenangst.
Deine Tour beinhaltet privaten Transport von La Paz zum Huayna Potosi und zurück, alle Mahlzeiten während der Tour, komplette technische Ausrüstung – von winddichten Jacken bis zu Steigeisen – sowie Übernachtungen in den Berghütten am Basis- und Hochlager für optimale Akklimatisierung vor dem Gipfelversuch, begleitet von erfahrenen Guides.
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