Erkunde Melbournes Gassen mit einem echten Historiker, höre spannende Geschichten über Gangster und Madams, sieh dir alte Polizeifotos an und stehe vor Gebäuden, die einst Bordelle oder geheime Kneipen versteckten. Freu dich auf Lacher, ungewöhnliche Details und Momente, in denen die Stadt vertraut und doch ganz neu wirkt.
Ich hätte nie gedacht, dass eine historische Tour in Melbourne vor einer winzigen Gin-Destillerie startet – doch genau dort standen wir: bei Little Lon Distilling Co, mit seinen alten Backsteinen und dem leichten Wacholderduft in der Luft. Michael, unser Guide (eigentlich Schriftsteller und Historiker), winkte uns zu und grinste, als hätte er ein paar Geheimnisse auf Lager. Er zeigte auf das Häuschen und meinte, es sei früher „ein Haus des Lasters“ gewesen – was mich zum Lachen brachte, denn von außen sah es ziemlich unscheinbar aus. Die Stadt rauschte hinter uns, doch hier schien die Zeit für einen Moment langsamer zu laufen.
Wir schlenderten durch Little Lon, und ich bemerkte immer wieder, wie das Licht von den engen Gassen reflektierte – irgendwie gelblich und weich. Michael erzählte von Squizzy Taylor und den Frauen, die damals das Sagen hatten. Besonders hängen blieb die Geschichte von „The Combine“ – einem rein weiblichen Verbrechersyndikat. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie sie in einem verrauchten Zimmer über einem Süßwarenladen stritten (und ja, diese Läden verkauften damals mehr als nur Süßigkeiten). Zwischendurch reichte Michael alte Polizeifotos herum; die Gesichter darauf machten die Geschichten noch greifbarer.
Ich versuchte, den Namen einer Madams auszusprechen – Li lachte herzlich über mein holpriges Deutsch – und dann fragte jemand nach den heimlichen Kneipen. Michael zwinkerte nur und zeigte auf eine unscheinbare Tür. „Hierher kamen zur Prohibitionszeit viele, um heimlich Alkohol zu holen“, erklärte er. Die Geschichten wurden düsterer: Schießereien, Bombenanschläge, Opiumhöhlen hinter verblassten Fassaden. Es war fast tröstlich zu wissen, dass selbst die schattigsten Ecken Melbournes ihre eigene Widerstandskraft haben. Noch immer denke ich an die letzte Gasse, in der wir standen – jetzt still, nur das Klingeln der Straßenbahn in der Ferne – und daran, wie viel Geschichte hier unter unseren Füßen schlummert.
Ja, Kinder sind willkommen, solange sie von einem Erwachsenen begleitet werden.
Ja, alle Wege und Oberflächen auf der Tour sind rollstuhlgerecht.
Die Tour wird von Michael Shelford geleitet, einem Schriftsteller und Historiker.
Du erhältst ein Booklet mit Fotos der Figuren, über die während des Rundgangs erzählt wird.
Die genaue Dauer ist nicht angegeben, sie führt durch das Zentrum Melbournes mit Stationen aus den 1870er bis 1930er Jahren.
Ja, Begleithunde sind auf der Tour willkommen.
Ja, der Startpunkt ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Dein Tag beinhaltet einen geführten Spaziergang durch Melbournes Innenstadt mit Stopps vor ehemaligen Bordellen und geheimen Kneipen; dazu bekommst du ein Booklet mit vielen Fotos der Figuren, über die du unterwegs hörst – und kehrst mit spannenden Geschichten im Kopf nach Hause zurück.
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