Du erkundest die Cu Chi Tunnel ganz ruhig vor den meisten Besuchern, hörst echte Geschichten von deinem lokalen Guide, entdeckst versteckte Fallen und kriechst optional selbst durch die Tunnel. Probiere Maniokwurzeln wie die Bewohner damals, teste dein Ziel am Schießstand und kehre mit mehr als nur Fotos zurück.
Ich wusste nicht genau, was mich bei der Cu Chi Tunnel Tour erwartet – nur, dass ich diese verschwommenen Fotos aus Geschichtsbüchern kannte und dachte, es wäre weit weg und abstrakt. Doch schon beim Einsteigen in den Van (zum Glück mit Klimaanlage) erzählte unser Guide Tam Geschichten, die alles viel greifbarer machten. Die Fahrt aus Ho-Chi-Minh-Stadt raus dauerte länger als gedacht – etwa 90 Minuten – aber Tam zeigte uns unterwegs immer wieder Dinge: alte Kautschukbäume, einen Straßenverkäufer mit etwas knallorangefarbenem (was genau, hab ich nie rausgefunden). Die Ruhe auf dem Land war ganz anders als der Trubel der Stadt.
Da wir früh ankamen, hatten wir die Tunnel fast für uns allein. Die Luft roch feucht und grün, irgendwie erdig – nicht unangenehm, sondern echt. Tam zeigte uns, wie eng manche Eingänge sind (ich hab versucht, durchzukriechen und steckte kurz fest – alle mussten lachen). Der alte Dokumentarfilm im schattigen Unterstand hat mich mehr berührt, als ich erwartet hatte. Von Familien, die jahrelang unter der Erde lebten... schwer vorstellbar, bis man selbst dort steht. Wir sahen die Küche, in der fast ohne Rauch gekocht wurde, damit keine Flugzeuge sie entdeckten. Tam ließ uns einige der alten Metallfallen anfassen – kalt und rau – und erklärte ihre Funktion, ohne dass es sich wie ein Vortrag anfühlte.
Das optionale Tunnelkriechen... naja, ich bin nicht klaustrophobisch, aber ich hab erstmal gezögert. Es ist heiß, stickig und dunkel, nur ein paar Glühbirnen spenden Licht. Meine Knie sind noch sauer auf mich. Doch wenn man wieder ins Sonnenlicht auftaucht, hört man die Vögel zwitschern und spürt eine seltsame Mischung aus Erleichterung und Respekt für alle, die dort freiwillig oder aus Not gelebt haben. Zum Abschluss gab’s Tee und Maniokwurzeln (nicht mein Lieblingssnack, aber Tradition), während Tam erzählte, wie sein Großvater hier gekämpft hat. Das hat mich am meisten berührt.
Die Tunnel liegen etwa 60 km von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt, rund 1,5 Stunden mit dem Van.
Ja, Abholung und Rückfahrt sind für Hotels in den Bezirken 1, 3 und 4 inklusive.
Ja, es gibt eine optionale Tunnelkriech-Erfahrung, bei der du einen Teil des Systems erkunden kannst.
Du probierst Tee und Maniokwurzeln – ein traditioneller Snack aus Kriegszeiten, den die Cu Chi Bewohner aßen.
Ja, Babys können im Kinderwagen mitfahren oder auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen; die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet.
Du kannst deine Schießkünste am Schießstand testen, das ist aber optional.
Die Tour findet in kleinen Gruppen statt, so hast du mehr Zeit mit dem Guide und weniger Gedränge an den Sehenswürdigkeiten.
Dein Tag beinhaltet Abholung und Rückfahrt vom Hotel in den zentralen Bezirken von Ho-Chi-Minh-Stadt, Eintritt zu allen Cu Chi Tunnel Stationen, Wasserflasche für die Fahrt (brauchst du!), einen englischsprachigen lokalen Guide, der dir an jedem Halt spannende Geschichten erzählt, sowie zum Abschluss traditionellen Tee und Maniokwurzeln – alles in einem klimatisierten Van.
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