Du startest direkt an den Bridal Veil Falls, ziehst dein Kletter-Equipment an und erkundest die klassische Via Ferrata-Route von Telluride – mit privatem Guide, Stahlseilen unter den Händen und atemberaubenden Ausblicken. Erwartet wackelige Beine, spannende Geschichten und dieses besondere Gefühl zwischen Angst und Ehrfurcht hoch über dem Tal.
Ich hätte nie gedacht, dass ich 180 Meter senkrecht nach unten schauen kann, ohne zu erstarren – und doch hing ich da, fest an den Stahlbügeln der Telluride Via Ferrata, mit klopfendem Herzen und schwitzigen Händen in den Handschuhen, die wir bekommen hatten. Los ging’s am Trailhead der Bridal Veil Falls, wo unser Guide Derek – der jeden losen Stein am Berg zu kennen schien – unsere Gurte überprüfte und mit einem Augenzwinkern meinte: „Schau bloß noch nicht runter.“ Natürlich habe ich sofort runtergeschaut. Die Wasserfälle donnerten unter einem ersten Sonnenstrahl, und der feine Sprühnebel fühlte sich selbst von so weit oben noch kalt auf meinem Gesicht an.
Das Klettern selbst? Es ist weder richtiges Wandern noch klassisches Klettern – eher ein vorsichtiges Seitwärts-Tasten an der Felswand, während dein Kopf zwischen Panik und Lachen hin- und herpendelt. Manchmal hielten wir an, damit Derek uns alte Bergbau-Seile zeigen oder von Lawinen erzählen konnte (er meinte, hier oben hat er sogar im Juli Schnee gesehen). Meine Beine zitterten ein paar Mal, wenn der Wind auffrischte, aber meistens war es seltsam beruhigend. Man hört nur den eigenen Atem und das entfernte Rauschen des Wasserfalls. Einmal versuchte ich, „via ferrata“ so auszusprechen wie Derek – er grinste nur und meinte, das klang eher nach „via frittata“.
Es gibt eine Stelle, an der du komplett frei hängst – nichts zwischen dir und dem Tal außer einem Stahlseil und deinem Vertrauen in den Gurt. Da wurde mir klar, wie weit wir schon von der Stadt weg waren; Telluride wirkte winzig, eingebettet in die blau-grünen Gipfel. Stundenlang rochen meine Hände nach Metall, und ich spielte immer wieder das Gefühl durch, über der Luft zu schweben. Also ja, wenn du auch nur ein bisschen neugierig bist (und keine Höhenangst hast), wirst du von diesem Tagesausflug ab Telluride noch lange träumen, wenn deine Füße längst wieder festen Boden unter sich spüren.
Die Tour erfordert eine moderate Fitness und Schwindelfreiheit; es gibt ausgesetzte Passagen an der Felswand, die aber durch Sicherheitsseile gesichert sind.
Ja, alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände wie Gurt, Helm, Sicherungsset und bei Bedarf Rucksack sind im Tourpreis enthalten.
Die Tour beginnt am Trailhead der Bridal Veil Falls in der Nähe von Telluride.
Manche Abschnitte führen bis zu 180 Meter über dem Talboden entlang.
Nein, die Tour ist nicht für Kinder unter 10 Jahren oder unter 1,50 m Körpergröße geeignet.
Nein, Verpflegung ist nicht enthalten, nur die Ausrüstung wird gestellt.
Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber eine gute Grundfitness wird vorausgesetzt.
Die Tour ist nicht geeignet für Personen mit Rückenproblemen, Schwangerschaft, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder starker Höhenangst.
Dein Tag beinhaltet die komplette Kletterausrüstung – Gurte, Helme, Sicherungssets und bei Bedarf Rucksäcke – sowie die Begleitung eines erfahrenen Einheimischen, der jede Kurve des Black Bear Pass kennt, bevor es auf die legendäre Felsquerung über Telluride geht.
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