Erlebe Ketchikans grüne Inselwelt mit einem lokalen Guide, halte an Herring Cove Ausschau nach Wildtieren (vielleicht entdeckst du Bären oder Adler), bewundere jahrhundertealte Totempfähle im Heritage Center und fahre durchs lebendige Saxman Native Village. Unerwartete stille Momente inklusive – und vielleicht nimmst du mehr Fragen als Antworten mit.
Die Tour dauert etwa 2 Stunden von Anfang bis Ende.
Nein, es gibt keinen Hoteltransfer; Treffpunkt ist an einem festgelegten Ort in Ketchikan.
Du kannst Bären (vor allem Juli bis September), Weißkopfseeadler (Mai bis August), Eisvögel, Blaureiher, Stellers Eichelhäher, Raben, Robben, Lachse, Sitka-Hirsche oder Otter entdecken.
Ja, du fährst durch das Saxman Native Village und kommst am Clan-Haus sowie am Schnitzzentrum vorbei.
Ja, alle Eintrittsgebühren und Steuern sind im Preis inbegriffen.
Nein, Mittagessen ist nicht inklusive; Wasserflaschen werden bereitgestellt.
Ja, Babys können auf dem Schoß eines Erwachsenen oder im Kinderwagen mitfahren.
Die Angaben zu den Sprachen fehlen; üblicherweise wird die Tour in Englisch angeboten.
Deine kleine Van-Gruppe bekommt während der Tour Wasserflaschen und alle Eintrittsgebühren sind abgedeckt – bring einfach dich selbst (und am besten eine Regenjacke) mit, dann geht’s mit deinem lokalen Guide zwei Stunden lang durch Ketchikans Geschichten und Landschaften.
Was mir als Erstes auffiel, war das satte Grün rund um Ketchikan – nicht nur die Bäume, sondern die Luft selbst, fast schwer vom moosigen Duft nach Regen. Unser Guide Mike machte schon Witze, als wir in den kleinen Van stiegen (ich glaube, er hat das schon hundertmal gemacht, aber wirkte trotzdem echt glücklich). Unser erster Halt war Herring Cove – dort herrscht eine besondere Ruhe, obwohl alle gespannt nach Bären oder Weißkopfseeadlern Ausschau hielten. Dass tatsächlich ein Adler so nah übers Wasser segelte, hat mich ehrlich gesagt kurz zusammenzucken lassen. Mike zeigte uns den Unterschied zwischen dem Ruf eines Raben und dem eines Eichelhähers – das wäre mir nie aufgefallen.
Wenn du Glück hast und zur Lachszeit kommst (wir hatten sie), siehst du, wie die Lachse die wilde kleine Treppe hinaufkämpfen – es sieht fast unmöglich aus, aber sie schaffen es irgendwie. Es ist eine Mischung aus Spannung und Respekt, ihnen beim Springen zuzusehen; ein Pärchen neben uns hat sogar gejubelt, als wäre es Olympia. Danach ging’s zum Totem Heritage Center. Der Raum riecht leicht nach Zeder und altem Lack – riesige Totempfähle lehnen ruhig aneinander, einige wurden vor über 200 Jahren von Tlingit- und Haida-Künstlern geschnitzt. Ich wollte einen in mein Notizbuch zeichnen, hab aber schnell aufgegeben – zu viele Details.
Die Fahrt durchs Saxman Native Village war ganz anders als erwartet – überhaupt nicht gestellt oder touristisch. Wir fuhren an einem Clan-Haus vorbei, wo ein paar Kinder von der Veranda winkten, und bremsten dann am Schnitzzentrum, wo jemand an einem neuen Pfahl arbeitete (vom Van aus schwer zu erkennen). Es gab diesen Moment, in dem alle still wurden und aufs Meer schauten – die Ebbe war so weit zurückgegangen, dass man Treibholz überall sah, Möwen pickten an etwas, das ich nicht genau erkennen konnte. Ehrlich gesagt denke ich manchmal noch an diese Stille zurück.
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