Du fährst selbst Jeep über verschlungene Pfade im Tongass National Forest, paddelst danach mit einem traditionellen Kanu über den Lake Harriet Hunt. Am Wasser gibt’s Snacks und gute Stimmung, bevor du mit dem Guide zu einem kurzen Waldspaziergang aufbrichst. Kleine Überraschungen bleiben oft länger im Kopf, als man denkt.
Das Erste, was mir auffiel, war das Geräusch – Reifen, die über den Kies knirschen, während wir über die holprigen Waldwege im Tongass National Forest rumpelten. So einen Jeep auf solchen Pfaden zu fahren, war für mich neu und irgendwie aufregend. Über Funk hörte ich die Stimme unseres Guides, der immer wieder spannende Fakten über die uralten Bäume erzählte und wie das Licht hier spielt – manchmal entdeckten wir sogar einen Weißkopfseeadler, der uns genervt anstarrte, weil wir ihn bemerkt hatten. Wir wechselten uns am Steuer ab (ich hab fast eine Kurve verpasst, weil ich auf das Moos an einem Ast gestarrt habe), aber das schien niemanden zu stören.
Als wir am Lake Harriet Hunt ankamen, herrschte plötzlich eine Stille – als ob selbst die Vögel gespannt waren, was wir als Nächstes machen würden. Die Kanus waren größer als gedacht, dunkel lackiert und angenehm glatt. Das Paddeln fühlte sich ruhig und entspannt an, nicht gehetzt, und der Duft von feuchtem Zedernholz haftete an meinen Händen. Unser Guide erklärte, dass diese Kanus im Stil der Alaska Native für Geschwindigkeit und Stabilität gebaut sind; ich versuchte mir vorzustellen, wie es wäre, den See im Winter zu überqueren. Wir lachten, als jemand zu wild paddelte (diesmal nicht ich), und für einen Moment gab es nur das Eintauchen der Paddel und das Fließen des Wassers unter uns.
Auf der anderen Seite wartete schon dampfender Kaffee am Lagerfeuer – kräftig und rauchig – dazu ein Lachs-Snack, der besser schmeckte, als er aussah (ich denke noch oft daran). Wir machten einen kurzen Spaziergang in den Wald; unser Guide zeigte winzige Pilze, die aus moosbedeckten Baumstämmen lugten, und erklärte, wie hier alles Schicht für Schicht wächst: junges Grün auf altem Boden, weicher Waldboden unter den Stiefeln. Es ist erstaunlich, wie viele Details man wahrnimmt, wenn man sich genug Zeit nimmt. Auf der Rückfahrt nach Ketchikan war es ruhiger; wahrscheinlich waren alle müde oder ließen das Erlebte einfach wirken.
Die Tour dauert insgesamt etwa vier Stunden.
Nein, eine Einweisung durch die Guides reicht völlig aus.
Der Transfer vom Hafen Ketchikan ist im Preis enthalten.
Zieh wetterfeste Kleidung an, am besten mit wasserabweisenden Schichten – die Tour findet bei jedem Wetter statt.
Am Lager am See gibt es einen herzhaften Snack mit typisch alaskanischem Lachs.
Kinder ab 5 Jahren dürfen mitmachen, wenn sie die Mindestanforderungen für Schwimmwesten erfüllen.
Ja, ab 25 Jahren und mit gültigem Führerschein kannst du dich am Steuer abwechseln.
Die Tour erfordert eine moderate Fitness wegen unebenem Gelände und Paddelaktivitäten.
Dein Tag beinhaltet Hin- und Rücktransfer vom Hafen Ketchikan, die komplette Ausrüstung fürs Jeepfahren und Kanupaddeln, Betreuung durch lokale Experten während der gesamten Tour, dazu einen alaskanischen Snack und heiße Getränke am Lagerfeuer, bevor es bequem mit dem Bus zurückgeht.


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