Entdecke Chicagos berühmteste Wahrzeichen vom Boot aus, lausche spannenden Geschichten eines Einheimischen und erlebe neue Perspektiven von Marina City bis Navy Pier. Freu dich auf Lacher, überraschende Fakten und das besondere Gefühl, wenn sich die Skyline über dem Lake Michigan öffnet – ein bisschen Ehrfurcht gemischt mit Wind im Gesicht.
Das Erste, woran ich mich erinnere, ist das Murmeln der Stimmen unter den Brücken, während wir langsam auf den Chicago River hinausfuhren. Unser Guide Marcus, ein waschechter South Side-Chicagoer, zeigte auf Marina City und nannte die Türme „die Maiskolben“. Das brachte mich zum Lachen, denn ich hatte sie bisher nur als diese runden Türme aus Filmen wahrgenommen. Das Wasser war grünlich, nicht ganz klar, aber irgendwie einladend, mit kleinen Wellen, die im Sonnenlicht zwischen den Booten glitzerten. Irgendwo hinter uns roch es leicht nach Popcorn – vielleicht hatte jemand heimlich welche mitgebracht? – und eine Brise wehte mir ständig die Haare ins Gesicht.
Wir fuhren am Wrigley Building vorbei (ich wusste gar nicht, dass es für Kaugummi gebaut wurde), dann an den gerade erst beginnenden Blättern im Grant Park. Marcus erzählte, wie das Field Museum seine Dinosaurierknochen per Zug bekommen hat – klingt verrückt, ist aber tatsächlich so. Er mischte Fakten mit Witzen, sodass man sich nicht wie in einem Geschichtsunterricht fühlte, sondern eher wie bei einem Freund, der seine Stadt liebt. Als wir auf den Lake Michigan hinausfuhren, öffnete sich plötzlich alles – die Skyline mit ihren Glasfassaden und kantigen Formen hinter uns, Navy Pier mit dem langsam drehenden Riesenrad zur Seite. Die Luft veränderte sich, wurde kühler, klarer, fast salzig, obwohl es Süßwasser ist. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Mein Lieblingsmoment war, Soldier Field vom Wasser aus zu sehen – es wirkt ganz anders als von der Straße, irgendwie futuristisch und doch irgendwie klassisch. Kinder zeigten begeistert auf das Shedd Aquarium, während ein Mann neben mir versuchte, alle Wolkenkratzer zu benennen (die meisten falsch, Marcus korrigierte ihn freundlich). Die 90-minütige Fahrt war entspannt und trotzdem vollgepackt – man sieht so viel, ohne sich hetzen oder durch Menschenmengen kämpfen zu müssen. Ich ertappte mich dabei, wie ich einfach nur dem Sonnenlicht zusah, das auf die Gebäude fiel, und darüber nachdachte, wie es wohl wäre, in einem dieser hohen Apartments zu wohnen…
Die Sightseeing-Tour dauert insgesamt 90 Minuten.
Ja, ein lokaler Guide begleitet die Tour mit Live-Kommentaren.
Du siehst Marina City, Wrigley Building, Grant Park, Soldier Field, Field Museum, Shedd Aquarium, Navy Pier und mehr.
Die Tour startet zentral in der Nähe von 111 E. Wacker Drive; Parken wird dort vergünstigt bestätigt.
Ja, Kinder sind willkommen, solange sie von Erwachsenen begleitet werden; Babys und Kleinkinder können im Kinderwagen mitfahren.
Die Fahrt findet bei jedem Wetter statt – zieh dich einfach passend für Regen oder Wind an.
Das ist nicht angegeben; am besten direkt beim Veranstalter nachfragen.
Ja, der Startpunkt ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Im Preis sind alle Steuern und Gebühren enthalten sowie die Live-Kommentare während der gesamten Fahrt. Einfach am Ticketschalter am Steg einchecken (Parkplatzbestätigung inklusive, falls benötigt) und dann entspannt die Route auf Fluss und See durch das Herz Chicagos genießen.
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