Gleite nachts durch den Charleston Harbor, während dein Guide gruselige Geistergeschichten zu Forts und Schiffen erzählt. Spüre die kühle Brise an Deck, lausche den geheimnisvollen Geräuschen und lache vielleicht nervös mit anderen Gästen bei einem Drink – all das eingebettet in die faszinierenden Legenden einer Stadt mit gespenstischer Vergangenheit.
Als erstes fiel mir das Plätschern des Wassers am Rumpf der Palmetto auf – viel lauter, als ich es im Dunkeln erwartet hatte. Wir hatten gerade am Pier neben dem Maritime Center abgelegt – da steht so ein blau-weißes Tickethäuschen, das man auch als Ortsfremder sofort findet – und gleich begann unser Guide mit einer Geschichte über Piraten, die hier irgendwo verschwunden sein sollen. Die Brise roch nach salzigem Meer und altem Holz, was die Geistergeschichten gleich viel echter wirken ließ, als ich gedacht hatte.
Ich setzte mich neben ein älteres Paar aus North Carolina, das sich bei jeder Erwähnung eines Spukforts oder Schiffswracks gegenseitig anstupste. Der Steuermann gab noch eine kurze Sicherheitseinweisung (bei Booten höre ich da immer besonders genau zu), dann ging es hinaus in den Charleston Harbor. Es ist schon seltsam, wie anders alles vom Wasser aus bei Nacht aussieht – die Lichter der Stadt flackerten hinter uns, während vor uns eine weite, fast leere Dunkelheit lag. Unser Guide zeigte auf die Umrisse alter Häuser am Ufer, wo Leute angeblich Lichter gesehen haben, die ganz von alleine wandern. Hinter mir murmelte jemand, dass er Gänsehaut bekommen habe – ich auch, aber vielleicht war es einfach nur der Wind.
Wir glitten an Fort Sumter vorbei, und man hörte nur das leise Brummen des Motors und das entfernte Schreien von Möwen. Die Geschichten wurden jetzt düsterer – verlorene Schätze, Stürme, die ganze Mannschaften verschlangen. Einmal wollte ich ein Bier bestellen (Getränke und Snacks gibt’s an Bord), aber ich verhaspelte mich, weil mich plötzlich eine kalte Brise erwischte. Li, eine der Crew, grinste und meinte, das passiere auf diesen Geisterfahrten öfter – „Vielleicht sind es ja die Geister“, scherzte sie. Ich lachte viel zu laut – wohl die Nervosität.
Geister habe ich keine gesehen (außer vielleicht seltsame Schatten auf dem Wasser), aber dieses Gefühl, nachts durch Charleston zu gleiten und diese alten Geschichten in der Luft zu spüren, hat mich länger beschäftigt, als ich gedacht hätte. Du kennst das sicher: Manche Orte wirken nach Einbruch der Dunkelheit einfach anders – genau so fühlt sich der Charleston Harbor für mich jetzt an.
Die Tour startet am Charleston Maritime Center, 10 Wharfside Street, nur eine halbe Straße vom SC Aquarium im Stadtzentrum entfernt.
Die geführte Tour dauert etwa 1,5 Stunden und führt rund um den Charleston Harbor.
Direkt am Maritime Center gibt es keine öffentlichen Parkplätze; nutze nahegelegene Parkhäuser oder Parkplätze an der Concord Street oder im SC Aquarium Parking Garage (5 Minuten zu Fuß).
Ja, an Bord kannst du Softdrinks, Wasser, Bier, Wein und verpackte Snacks kaufen.
Ja, sowohl am Maritime Center vor dem Einsteigen als auch an Bord der Palmetto gibt es Toiletten.
Kinder unter 3 Jahren sind nicht erlaubt; alle anderen Altersgruppen sind willkommen.
Die Palmetto bietet Platz für bis zu 49 Passagiere pro Fahrt.
Ja, Assistenztiere sind auf der Geistertour willkommen.
Dein Abend umfasst eine 1,5-stündige geführte Geistertour mit dem Katamaran Palmetto durch den Charleston Harbor – zertifiziert von der Küstenwache. Lokale Guides erzählen Geschichten, die du an Land nicht hörst. Außerdem gibt es an Bord Toiletten sowie Getränke und Snacks zum Kauf, bevor du zurück an Land gehst.
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