Setzen Sie sich in eine jahrhundertealte Kirchenbank der St. Franziskus Kirche und genießen Sie ein Live-Orgelkonzert auf Prags ältester spielbarer Barockorgel. Lauschen Sie lokalen Musikern, die Werke spielen, die einst Mozart selbst auf dieser Orgel aufführte. Inklusive Sitzplatzreservierung, englischem Programmheft und der Möglichkeit, die prunkvolle Kirche vor Konzertbeginn zu erkunden.
Sie befindet sich am Křížovnické náměstí 3, Prag 1, mitten im Stadtzentrum nahe der Karlsbrücke.
Die Kirche bietet etwa 70 Sitzplätze pro Konzert.
Der Dresscode ist smart casual; formelle Kleidung ist nicht nötig.
Nein, die Konzerte laufen jährlich von Ostern bis November fast täglich.
Ja, eine Besichtigung vor dem Konzert ist auf Anfrage möglich.
Ja, Sie erhalten ein englisches Programmheft und mehrsprachige Infos zur Kirchenhistorie.
Ja, bei kühleren Abenden sind Decken auf Wunsch verfügbar.
Ja, Kinder sind willkommen, müssen aber von einem Erwachsenen begleitet werden.
Ihr Abend beinhaltet einen reservierten Sitzplatz in der St. Franziskus Kirche (zugewiesen durch die Agentur), ein englisches Programmheft sowie mehrsprachige Informationen zur Kirchenhistorie. Bei kälteren Abenden stehen Decken bereit. Auf Wunsch können Sie vor dem Orgelkonzert die prunkvolle Innenausstattung der Kirche erkunden.
Wir saßen gerade auf den alten Holzbankreihen in der St. Franziskus von Assisi Kirche, als die ersten Töne erklangen – ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass der Klang so greifbar ist. Die Luft war kühl (am Eingang gab es Decken, was wirklich nett war) und man roch den Duft von altem Stein und Kerzenwachs. Das Programm war auf Englisch, doch immer wieder schweiften meine Blicke ab, fasziniert von all dem Blattgold und wie das Licht die Decke zum Leuchten brachte. Hier spürt man wirklich das Herz von Prag – das ist keine gewöhnliche Konzerthalle.
Die Musiker traten leise auf – ohne großes Tamtam – und legten einfach los. Drei tschechische Künstler waren es, und unser Guide flüsterte, dass einer von ihnen an der Musikhochschule unterrichtet. Die Orgel selbst ist ein beeindruckendes Unikat aus dem Jahr 1702; angeblich haben Mozart und Dvořák darauf gespielt, was mich jedes Mal zum Grinsen brachte, wenn ich daran dachte. Als sie Bach spielten, schien die Akustik die ganze Kirche mit uns atmen zu lassen. Dass ich bei einem Orgelkonzert Gänsehaut bekomme, hätte ich nie gedacht – aber so war es.
Vor dem Konzert kann man, wenn man fragt, durch die Kirche schlendern – das haben wir gemacht, und mein Partner versuchte, einige lateinische Inschriften zu entziffern (ohne Erfolg). Mit nur etwa 70 Sitzplätzen wirkt der Raum trotz seiner Größe überraschend intim. Die Konzerte finden fast täglich von Ostern bis November statt, sodass man sich mit der Zeitplanung nicht stressen muss. Der Dresscode ist smart casual, aber niemand wirkte steif. Ich denke noch oft an den letzten Ton, der lange in der Luft hing, während die Besucher leise gingen – danach fühlte sich Prag irgendwie noch ehrwürdiger an.
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