Erlebe Prags nächtliche Gassen mit einem lokalen Guide, der jede Legende kennt – Teufelshäuser, Alchemistentürme, stille Pestgassen. Lausche Geschichten voller Gänsehaut und Humor, während du Nový Svět und Malá Strana bei Laternenlicht entdeckst. Am Ende siehst du Prag mit ganz neuen Augen – voller Staunen und Schauer.
Die Tour enthält dunkle Geschichten über Mord und Pestzeiten; daher sollten Eltern abwägen.
Die Tour dauert etwa 2 Stunden und führt durch Nový Svět und Malá Strana.
Es gibt Kopfsteinpflaster und unebene Wege; eine moderate Fitness und Mobilität sind empfehlenswert.
Die Tour konzentriert sich auf Erzählungen an historischen Außenorten; Innenbesichtigungen sind nicht enthalten.
Ja, Start- und Endpunkt sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ja, Assistenztiere sind während der Tour willkommen.
Ja, es gibt Gelegenheiten, die Prager Burg und die Karlsbrücke nachts zu fotografieren.
Dein Abend beinhaltet spannende Geschichten von einem zertifizierten lokalen Guide, während du Nový Svět und Malá Strana bei Laternenlicht erkundest; du machst Fotostopps an stimmungsvoll beleuchteten Orten wie der Karlsbrücke und hörst sowohl Volksmärchen als auch echte Geschichte, bevor die Tour am Flussufer endet – alles in einer kleinen Gruppe, Trinkgeld ist willkommen, aber freiwillig.
Als Erstes fiel mir auf, wie die Laternen in Nový Svět seltsame goldene Flecken auf das Kopfsteinpflaster zaubern – als hätte jemand alte Münzen verstreut. Unser Guide Karel hatte so eine tiefe Stimme, dass jede Geschichte sich anfühlte, als erzählte er sie nur für uns. Vor einem Haus mit einem Teufel über der Tür blieb er stehen. „Hier soll nie etwas Schlimmes passieren“, grinste er. Ich versuchte ein Foto zu machen, aber meine Hände zitterten leicht – vor Kälte oder wegen der Geschichte, wer weiß. Die Luft roch nach Holzrauch und etwas Süßem, das ich nicht einordnen konnte.
Danach schlenderten wir durch Malá Strana, immer Karel und seiner Laterne folgend – ja, er trug wirklich eine, was fast wie ein kleines Theaterstück wirkte, aber keineswegs kitschig. Er zeigte auf Tycho Brahes altes Haus und erzählte von seinem mysteriösen Tod; selbst die Einheimischen streiten sich, was wirklich passiert ist. Jemand fragte, ob es stimmt, dass er eine Metallnase hatte (hat er), und Karel zuckte nur mit den Schultern: „In Prag ist alles möglich.“ Auf einer engen Gasse wurde es plötzlich ganz still, nur unsere Schritte waren zu hören – man konnte sich fast vorstellen, wie es hier zur Zeit der Pest war, als die Leichen gelagert wurden. Nicht gerade beruhigend, aber irgendwie faszinierend.
Ich hätte nie gedacht, dass ich bei einer Tour über Mordgeschichten und Alchemie so viel lachen würde, doch da standen wir, versuchten (und scheiterten) Edward Kelleys Namen richtig auszusprechen, während wir unter seinem alten Laborturm standen. Die Geschichten wurden immer skurriler – Wassergeister im Fluss, unglückliche Liebende, alles verwoben mit echter Geschichte. Am Ende standen wir an der Karlsbrücke, wo das Licht den Fluss schwarz wie Tinte erscheinen ließ. Dieses Bild geht mir manchmal nicht aus dem Kopf – wie etwas gleichzeitig schön und irgendwie gespenstisch sein kann.
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