Auf E-Scooter oder E-Bike gleitest du entlang der Moldau und über historische Brücken – begleitet von einem lokalen Guide, der jeden Geheimweg und jede Geschichte kennt. Halt an der Lennon Wall, leichte Fahrt zum Letná Park mit grandiosem Stadtblick, Rundfahrt um die Burg und Kaffee-Pause am Altstädter Ring. Hier geht’s nicht nur ums Sehen, sondern ums Fühlen des Stadt-Rhythmus für ein paar Stunden.
Für E-Bikes und E-Scooter auf dieser Tour ist kein Führerschein nötig.
Nein, es gibt keine Abholung; der Treffpunkt liegt zentral nahe der Prager Altstadt.
Ja, Kinder ab 140 cm dürfen mitfahren; Babysitze für bis zu 22 kg sind verfügbar (maximal 2 pro Gruppe).
Eintritt ist nicht inklusive; es wird am Burgtor Halt gemacht, außer bei der privaten 2-3 Stunden Tour, die auch den Innenbereich umfassen kann.
Für leichten Regen gibt es kostenlose Regencapes; bei starkem Regen wird die Tour verschoben oder erstattet.
Maximal 10 Bikes pro Guide sind bei den Live-Touren erlaubt.
Dein Tag startet mit Sicherheitseinweisung und Testfahrten, bevor du mit deinem Guide zu Prags Highlights aufbrichst. Helme in allen Größen (plus Handschuhe im Winter) und Regencapes sind inklusive. Im Büro gibt’s unbegrenzt Tee, Wasser oder Kaffee vor und nach der Tour – und dein Guide macht Fotos, damit du die Burgblicke genießen kannst, ohne am Handy rumzufummeln.
Beinahe hätte ich mich schon im Büro hingelegt – ein E-Scooter ist doch flotter als mein altes Fahrrad zuhause. Unser Guide Pavel grinste nur und reichte mir einen Helm („Keine Sorge, das passiert jedem“). Die Luft roch nach frischem Regen auf Kopfsteinpflaster – so ein Tag, an dem die Moldau eher silbern als blau schimmert. Wir starteten am Flussufer, wichen ein paar hartnäckigen Tauben aus und lachten, als jemandem der Schal im Jackenreißverschluss hängen blieb.
Pavel erzählte Geschichte ganz nebenbei – zum Beispiel als wir an der John Lennon Wall ankamen und er von Studenten berichtete, die in den 80ern nachts mit Farbdosen unterwegs waren. Ich wollte ein Foto machen, aber mein Handschuh kam dazwischen (das Bild ist dementsprechend unscharf). Die Karlsbrücke mit dem E-Bike zu überqueren fühlte sich komisch an – schneller als zu Fuß, aber langsam genug, um die Klänge tschechischer Straßenmusiker aufzuschnappen. Im Letná Park machten wir Halt für das, was Pavel „den besten Blick über Prag“ nannte. Er hatte Recht. Die Stadt wirkte fast unwirklich von dort oben, mit roten Dächern und Türmen unter tiefen Wolken. Jemand in der Nähe aß gerade Trdelník, und der Duft ließ mich wünschen, ich hätte auch einen mitgenommen.
Der Anstieg zur Prager Burg war viel leichter als gedacht – kaum ins Schwitzen gekommen, was sich irgendwie wie Schummeln anfühlte, aber auch ziemlich genial war. Rein sind wir nicht gegangen (außer bei der längeren Tour), sondern blieben am Tor stehen, während Pavel zeigte, wo die Präsidenten an Feiertagen den Menschen zuwinken. Eine Gruppe Kinder jagte sich um eine Statue – ein lebendiger Moment, der zeigt, wie pulsierend diese Stadt selbst an grauen Tagen ist. Auf dem Rückweg durch den Altstädter Ring gönnten wir uns eine Kaffeepause – meine Hände waren inzwischen eiskalt, und der Kaffee schmeckte besser als vieles, was ich auf Reisen sonst getrunken habe.
Manchmal denke ich noch an den Blick vom Letná Park – wie klein Prag von oben wirkt und wie leicht man vergisst, dass man in einer Hauptstadt unterwegs ist, wenn man leise an Parks und alten Mauern vorbeigleitet. Also ja, falls du dich fragst, ob sich eine E-Bike-Tour in Prag lohnt… Versuch einfach, nicht schon vor dem Start im Büro zu stürzen.
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