Los geht’s vor El Molino in Poble Sec mit Cádiz-Tapas in einer lebhaften Taverne, dann weiter zu Terrassen und Küchen in Sant Antoni. Ehrliche Häppchen wie Chicharrón und Patatas Bravas, Geschichten von Einheimischen, nostalgische Desserts mit Cava – und jede Menge echte lokale Momente.
Unser Treffpunkt war direkt am leuchtend roten Windrad von El Molino – die Stadt schien hier schon zu leben. Unsere Guide unterhielt sich gerade mit einem älteren Herrn über den besten Wermut der Stadt. Er winkte uns zu, ging dann aber einfach weiter, als wäre das ganz normal. Genau so fühlt sich Poble Sec an: ein Viertel, das seinen Bewohnern gehört. Unsere Gruppe war klein, sieben oder acht Leute, und wir drängten uns auf dem schmalen Bürgersteig, während die Geschichte des Theaters erzählt wurde. Aus einer Bar gegenüber stieg der Duft von frisch Gebratenem zu uns herüber – keine Haute Cuisine, sondern ehrliches Essen, das man riechen konnte.
Der erste Halt war ganz anders als erwartet. Keine Tische, nur Hocker und Wände voller Flaschen aus Cádiz. Der Besitzer schenkte uns einen Weißwein ein, der fast salzig schmeckte – auf eine gute Art – und reichte Teller mit Artischocken und Mojama. Ich versuchte, „mojama“ richtig auszusprechen – Li lachte, als ich es verhunzte, doch der Besitzer grinste nur und sagte „¡Muy bien!“. Wir probierten knusprigen Chicharrón und kleine Sandwiches mit Schweineeintopf. Alles wirkte ungezwungen, aber trotzdem besonders, weil man spürte, dass die Gerichte direkt aus einer Heimatregion stammen.
Später schlenderten wir nach Sant Antoni, wo „terracear“ offenbar eine olympische Disziplin ist – jeder bewachte seinen Stuhl, als hinge sein Leben davon ab. Wir ergatterten einen Platz draußen und teilten Patatas Bravas, außen knusprig, innen weich (an die denke ich immer noch). Der Koch kam kurz raus, sah müde, aber stolz aus. Es gab auch orientalische Karotten und Brot mit Tomate, das man sich selbst bestreichen musste – klebrige Finger gehören dazu. Das ganze Viertel summte vor Leben, die Einheimischen sprachen schnell Katalanisch, während Kinder über den Platz jagten.
Der letzte Stopp war pure Nostalgie: Torrija mit Zucker bestäubt, Schokoladenmousse mit Olivenöl und Salz (klingt ungewöhnlich, funktioniert aber), dazu Cava, der alles noch frischer schmecken ließ. Jemand zeigte auf ein buntes Mosaik an einem Haus – niemand weiß, wer es gemacht hat, was perfekt zu diesem Viertel passt. Wir blieben länger als geplant, weil keiner gehen wollte... Wer also auf schicke Touri-Touren steht, ist hier falsch. Wer echten Barcelona-Geschmack sucht – im wahrsten Sinne des Wortes – für den ist diese Poble Sec Tapas & Wein Tour ein Volltreffer.
Der Treffpunkt ist direkt vor dem bekannten El Molino Theater in Poble Sec.
Du besuchst drei verschiedene Restaurants oder Food-Stops während des Abends.
Typische Cádiz-Tapas wie frittierten Fisch oder Mojama, kreative Gerichte vom Koch wie Patatas Bravas oder Ochsenschwanz-Eintopf sowie nostalgische Desserts mit Cava.
Ja, ein englischsprachiger Einheimischer begleitet dich den ganzen Abend.
Wenn du vorab Bescheid gibst oder es bei der Buchung angibst, sind vegetarische oder glutenfreie Optionen möglich – bei schweren Allergien allerdings nicht.
Die Tour führt durch die Viertel Poble Sec und Sant Antoni im Herzen Barcelonas.
Ja, es gibt Weine von kleinen Produzenten (darunter Weißweine aus Cádiz), katalanische Rotweine und Cava an verschiedenen Stationen.
Nein, du triffst deinen Guide direkt am El Molino Theater in Poble Sec.
Dein Abend umfasst Verkostungen an drei verschiedenen Orten – von familiären Tavernen bis zu kleinen Küchen von Spitzenköchen – in den Vierteln Poble Sec und Sant Antoni. Ein englischsprachiger Einheimischer führt dich, erzählt Geschichten und sorgt für authentische Erlebnisse. Alle Kostproben (wie Chicharrón-Sandwiches und kreative Gerichte) sowie mehrere regionale Weine inklusive Cava zum Dessert sind inklusive, bevor du spätabends unter Einheimischen ausklingst.
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