Du fährst mit der historischen Zahnradbahn von Wilderswil zur Schynigen Platte, vorbei an Wiesen und Bergpanoramen, die dich immer wieder zum Staunen bringen. Ob Wandern oder ein Spaziergang durch den Alpenbotanischen Garten auf fast 2000 Metern – hier kannst du die Zeit vergessen. Lausche live Alphornmusik zum Mittag und genieße die Ruhe.
Die Fahrt ist unbegleitet; du steigst einfach am Bahnhof Wilderswil mit deinem Rückfahrtticket ein.
Ja, die Schynige Platte Bahn ist rollstuhlgerecht.
Babys fahren kostenlos mit; Kinderwagen sind an Bord erlaubt.
Besuche den Alpenbotanischen Garten, wandere auf verschiedenen Wegen oder entspanne im Restaurant mit Bergblick.
Die Alphornmusik erklingt täglich während der Saison von 11 bis 14 Uhr in der Nähe des Restaurants.
Abfahrt ist am Bahnhof Wilderswil; GPS-Daten findest du online.
Dein Tag beinhaltet ein Rückfahrtticket für die nostalgische Zahnradbahn zwischen Wilderswil und Schynige Platte, mit viel Zeit zum Erkunden der Alpenblumen oder für eine Wanderung, bevor du zurückfährst, wann immer du möchtest.
Fast hätte ich den Zug verpasst, weil mich an der Station in Wilderswil ein Hund abgelenkt hat – mit seinem wilden Fell sah er aus wie direkt aus einem Märchen. Die Station selbst wirkte wie aus der Zeit gefallen, mit hölzernen Bänken und diesem leichten Geruch von Öl und Metall, der von den alten Lokomotiven stammt. Als die Zahnradbahn zur Schynigen Platte schließlich um die Ecke kam, war sie kleiner als gedacht, in verblassten Farben, die mich an Postkarten erinnerten, die meine Großmutter früher verschickt hat. Ich stieg ein und saß neben einem älteren Schweizer Paar, das höflich nickte, aber hauptsächlich die grünen Hügel draußen betrachtete.
Der Aufstieg war langsam, aber genau richtig – als wolle der Zug uns zwingen, jede Blumenwiese und jedes Kuhglockenläuten aus den Höhen wahrzunehmen. Plötzlich erfüllte unser Waggon der Duft von frischem Gras und Kiefernnadeln, scharf und süß zugleich. Ich hatte von der Schynigen Platte als Tagesausflug ab Interlaken gelesen, aber nicht erwartet, wie sehr die Fahrt selbst zum Erlebnis wird. Nach einem Tunnel drückte ein kleiner Junge sein Gesicht ans Fenster und rief, dass er Schnee auf dem Eiger sieht – worüber alle lachten, sogar seine erschöpfte Mutter. Und dann waren wir über allem – Wolken unter uns wie verschüttete Milch.
Oben auf 1967 Metern liegt ein Alpenbotanischer Garten mit Schildern auf Deutsch, die ich kaum aussprechen konnte – Li musste lachen, als ich es versuchte – und winzigen blauen Blüten, die zwischen dem Kies hervorblitzten. Die Luft war dünner und kühler; Alphornklänge wehten vom Restaurant herüber (täglich zwischen 11 und 14 Uhr, was irgendwie genau wirkt). Zum Mittag gab es für mich Suppe und Brot, die besser schmeckten als vieles, was ich sonst kenne. Auf den Wegen blieb ich immer wieder stehen, denn alle paar Schritte bot sich ein neuer Ausblick – Eiger, Mönch und Jungfrau standen nebeneinander, als posierten sie für ein Handyfoto.
Ich verlor völlig das Zeitgefühl beim Herumstreifen dort oben. Auf der Rückfahrt wurde mir klar, wie leicht man Termine und Mails vergisst, wenn man mit einem langsamen Zug unterwegs ist und nur grüne Täler unter sich sieht. Wenn du überlegst, ein Rückfahrtticket für die Schynige Platte Zahnradbahn zu buchen – plane nicht zu eng. Lass dich von Hunden, Blumen oder allem, was unterwegs auftaucht, ablenken.
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