Spüre deinen Puls beim Abseilen in Interlakens Canyon, plansche durch kalte Pools mit anfeuerndem Guide und lach mit der Gruppe bei einem Drink danach. Die komplette Ausrüstung und heiße Duschen sind inklusive – bring nur Badehose und Mut mit.
„Bist du bereit?“ fragte unser Guide Jonas, während wir uns in die Neoprenanzüge zwängten am Interlaken-Stützpunkt. Schon bevor wir losgingen, roch ich den Neopren und die kühle Flussluft. Die Gruppe war bunt gemischt – ein Typ aus Bristol machte ständig Witze, dass Schweizer Käse-Löcher sicherer seien als Wasserfälle. Helm auf, dann rein in den Van für die zehnminütige Fahrt raus aus der Stadt. Immer wieder schaute ich aus dem Fenster auf die grünen Hügel – die Schweiz malt die Natur einfach anders.
Das Erste, was im Canyon zu hören ist, ist Wasser – lauter als ich dachte. Jonas erklärte uns die Sicherheitshinweise (er machte es locker, aber mein Herz raste). Der Start war ein 10-Meter-Abseiler; ich zögerte am Rand und dachte ehrlich gesagt ans Abbrechen. Doch Jonas nickte nur und sagte: „Du schaffst das.“ Also sprang ich – die Beine zitterten – und landete im Wasser, während alle jubelten. Die Kälte trifft dich sofort, fühlt sich aber irgendwie gut an. Dieser Schock weckt jede Zelle.
Danach folgten Rutschen, kleine Sprünge (der höchste war 5 Meter – ich nahm die niedrigere Variante, meine Knie hatten was dagegen) und das Klettern über glitschige Felsen. Einmal wollte ich mich auf Schweizerdeutsch bedanken und habe es total verhauen; Jonas lachte und brachte es mir nochmal bei, während wir auf die Gruppe warteten. Überall Moos und dieser erdige Duft – als hätte es geregnet, obwohl es trocken war. Die Zeit verging wie im Flug, fühlte sich aber im Kopf viel länger an.
Zurück am Stützpunkt war das Ausziehen der Neoprenanzüge schwerer als das Anziehen (niemand warnt davor). Es gab heiße Duschen und einen Gratis-Drink – ich nahm Apfelsaft, andere griffen direkt zum Bier. Jemand spielte Schweizer Popmusik auf dem Handy, während wir unser Video auf dem kleinen Bildschirm anschauten. Ich denke immer noch an den ersten Sprung, wenn ich nervös bin – du weißt schon?
Das Canyoning selbst dauert etwa 1 bis 1,5 Stunden, dazu kommen Briefing und Transfers.
Nein, abgeholt wird nicht – Treffpunkt ist die Basis in Interlaken vor dem Start.
Badehose und Handtuch sind nötig, die restliche Ausrüstung wird gestellt.
Grundlegendes Schwimmen ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Teilnehmen können Kinder ab 12 Jahren.
Maximalgewicht liegt bei 125 kg; nicht geeignet für Schwangere oder Personen mit Rücken- oder Herzproblemen.
Der höchste Sprung ist 5 Meter, es gibt aber auch niedrigere Alternativen.
Ja, nach der Tour kannst du ein Video von deinem Abenteuer bestellen.
Dein Halbtag beinhaltet alle nötigen Canyoning-Ausrüstungen wie Neoprenanzug und Helm, professionelle Guides, Transfers zwischen Basis und Canyon (nur zehn Minuten entfernt), Umkleiden mit heißen Duschen danach und einen kostenlosen Drink zum Abschluss – du brauchst nur Badebekleidung und etwas Mut.
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