Erlebe die wilde Seite Nordostschottlands bei dieser kleinen Tagestour ab Aberdeen – beobachte Seevögel am Bullers of Buchan, koste Cullen Skink im Heimatcafé, streife durch die windumtosten Ruinen von Slains Castle und lausche den Geschichten deiner Guide. Nicht glattgebügelt, nicht vorhersehbar – genau das bleibt im Kopf.
Die Tour dauert einen ganzen Tag, inklusive Fahrzeit, Stopps und Pausen.
Nein, Mittagessen ist nicht inbegriffen, aber dein Guide empfiehlt dir ein Café in Cullen für die traditionelle Cullen Skink Suppe.
Kinder unter 5 Jahren können leider nicht mitfahren; alle unter 18 müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.
Bullers of Buchan Meereshöhle, Slains Castle Ruinen, Delfinbeobachtung am Ythan-Mündungsgebiet und Mittagessen in Cullen.
Es gibt keinen Hoteltransfer; Treffpunkt ist ein zentraler Ort in Aberdeen.
Der Minibus ist ein 16-Sitzer Mercedes, meist fahren kleinere Gruppen für ein persönliches Erlebnis mit.
Es gibt kurze Spaziergänge an Orten wie Bullers of Buchan und Slains Castle, die für die meisten Fitnesslevel geeignet sind.
Dein Tag beinhaltet komfortablen Transport im luxuriösen Minibus mit einem englischsprachigen Fahrer-Guide, der unterwegs lokale Geschichten erzählt; alle Stopps sind auf kleine Gruppen abgestimmt, sodass du viel Zeit hast, Bullers of Buchan und Slains Castle in Ruhe zu entdecken, bevor es abends zurück nach Aberdeen geht.
Der Morgen begann damit, dass ich fast den Minibus verpasst hätte – klassisch. Ich hatte völlig unterschätzt, wie lange es dauert, in Aberdeen halb wach einen Kaffee zu finden. Aber unsere Guide Isla grinste nur und winkte mir rein, als hätte sie das schon hundertmal erlebt. Die Luft roch schon in der Stadt scharf und salzig. Wir waren nur etwa zehn Leute, also hatte jeder einen Fensterplatz (ich ergatterte einen direkt hinter Isla – perfekt, um ihren Geschichten zu lauschen).
Wir fuhren an Feldern vorbei, die für April fast zu grün wirkten, und plötzlich fuhren wir direkt an der Küste entlang. Isla bremste am Ythan-Mündungsgebiet und zeigte uns ein paar Robben, die sich herumwälzten – jemand meinte, beim letzten Mal Delfine gesehen zu haben, ich hatte diesmal kein Glück. Der Wind tobte am Bullers of Buchan. Man hörte die Möwen über der eingestürzten Meereshöhle kreischen, und jedes Mal, wenn eine Welle hineinschlug, herrschte ein seltsames Schweigen. Ich versuchte Papageitaucher zu entdecken, sah aber vor allem Streitigkeiten der Dreizehenmöwen auf den Felsen. Meine Haare standen überall, ich gab das Kämpfen auf.
Das Mittagessen in Cullen war ehrlich gesagt mein Highlight – vielleicht, weil ich nicht viel von „Fischsuppe“ erwartet hatte. Aber Cullen Skink ist rauchig, cremig und einfach... wohltuend? Das kleine Café hatte beschlagene Fenster und roch nach Holzrauch und Salz. Isla setzte sich zu uns und erzählte, wie ihre Oma die Suppe mit extra Kartoffeln macht („für Glück“, sagte sie). Danach schlenderten wir durch den alten Hafen, die Hände tief in den Taschen gegen die Kälte.
Slains Castle wirkte anfangs fast wie Kulisse – als hätte jemand es extra für dramatische Instagram-Fotos gebaut – doch dann erzählte Isla, wie Bram Stoker hier entlangspazierte, bevor er Dracula schrieb. Die Ruinen sind zerklüftet und vom Wind gezeichnet; durch die leeren Fenster sieht man nur grauen Himmel und Meeresgischt. Jemand entdeckte ein paar Heidekrautblüten zwischen den Steinen, lila gegen das Grau. Manchmal denke ich noch an diesen Ausblick, wenn zuhause alles zu ordentlich wirkt.
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