Du wachst unter den Sternen der Anden in Glaskuppeln auf, wanderst mit lokalen Guides durch Gletscher und Dschungel, lachst bei peruanischen Kochkursen, schläfst im Hobbit-Haus umgeben von Waldgeräuschen – und stehst nach Tagen voller Anstrengung endlich vor Machu Picchu. Diese Reise geht nicht nur ums Ankommen, sondern ums Fühlen jedes einzelnen Schritts.
Wir sprangen aus dem Van, gerade als der Himmel über Soraypampa langsam heller wurde – meine Beine noch halb benommen von der Fahrt aus Cusco. Unser Guide Jorge grinste und reichte mir einen Coca-Tee, bevor ich überhaupt meinen zweiten Socken gefunden hatte. Die Luft hier oben zwickte in der Nase, doch als ich in die Glaskabinen trat, fühlte ich mich wie auf einem anderen Planeten – ringsum nur Berge, zwischen mir und dem Himmel nur eine dünne Scheibe und unzählige Sterne. Zum Frühstück gab es warmes Brot und Eier, die nach so einem frühen Start viel besser schmeckten, als sie sollten. Ich dachte nur: Das ist erst Tag eins?
Der Aufstieg zum Humantay-See war steiler als gedacht – Jorge sagte immer wieder „langsam, langsam“ auf Englisch und Spanisch, was uns zum Lachen brachte (und meinen Lungen half). Oben schimmerte das türkisfarbene Wasser unter einem Gletscher, der zum Greifen nah wirkte. Es gab Momente, in denen alle still wurden; man hörte nur den Wind im Gras und das Knirschen der Stiefel hinter einem. Am Abend versuchten wir uns am Lomo Saltado mit unserem Koch – meins war etwas zu salzig, aber das störte niemanden. Ich schlief wie ein Stein unter mehr Sternen, als ich je gesehen habe.
Tag zwei stand ganz im Zeichen des Salkantay-Passes. Der Aufstieg ist kein Zuckerschlecken – ich musste alle paar Minuten anhalten, um Luft zu holen, und tat so, als würde ich Fotos machen, damit es keiner merkt (aber sie merkten es). Oben am Pass goss Jorge eine kleine Portion Chicha auf den Boden für Pachamama. Das fühlte sich richtig an. Der Abstieg nach Wayracmachay brachte wärmere Luft und grüne Täler; am Abend lagen wir in den ungewöhnlich gemütlichen Glaskuppeln und lauschten dem Regen auf dem Dach. Noch vor dem Abendessen fing jemand an zu schnarchen.
Der dritte Tag überraschte mich am meisten – die Landschaft wechselte fast plötzlich von felsigen Höhen zu dichtem Dschungel. Wir folgten schmalen Pfaden an Orchideen und Wasserfällen vorbei und machten Halt auf einer Kaffeefarm, wo Señora Rosa uns zeigte, wie sie Bohnen über offenem Feuer röstet (ich verschüttete fast meinen halben Becher, als ich mit vollem Mund „gracias“ sagen wollte). In der Nacht im Hobbit-Haus bei Loreta lag ich wach, hörte den Fröschen zu und dachte daran, wie weit wir seit Cusco gekommen waren.
Als Machu Picchu durch die Bäume bei Llactapata auftauchte, schmerzten alle Muskeln auf eine gute Art – als hätte man es sich wirklich verdient. Wir liefen den letzten Abschnitt entlang der Bahngleise nach Aguas Calientes, staubig und glücklich, bereit für eine Dusche und das letzte gemeinsame Essen. Selbst jetzt, wenn ich feuchte Erde oder starken Kaffee rieche, denke ich an diese Tage auf dem Salkantay Trek – mit Glaskabinen, Dschungelpfaden und neuen Freunden – und bekomme sofort wieder Lust, die Wanderschuhe zu schnüren.
Der Salkantay Trek gilt als anspruchsvoller wegen der höheren Höhenlage (bis 4.630 m) und längeren Wandertagen, benötigt aber keine Genehmigungen wie der Inka Trail.
Die Glaskabinen und das Hobbit-Haus sind private Unterkünfte, die für jede Gruppe oder Buchung reserviert sind.
Ja, die Abholung vom Hotel in Cusco ist am ersten Tag früh morgens für alle Teilnehmer inklusive.
Ja, alle Mahlzeiten können bei vorheriger Info an spezielle Ernährungsbedürfnisse oder Allergien angepasst werden.
Die täglichen Wanderzeiten liegen je nach Gelände zwischen 4 und 9 Stunden; der zweite Tag mit dem Pass ist meist der längste.
Die Tour beinhaltet alle Eintrittsgelder (Salkantay & Machu Picchu), alle Mahlzeiten außer dem letzten Mittagessen, Gepäckträger-Service bis 7 kg pro Person, Wasser unterwegs sowie Hin- und Rückfahrt mit Bus und Zug.
Während der meisten Strecke gibt es keinen verlässlichen WLAN- oder Handyempfang; am Hotel in Aguas Calientes ist eingeschränkter Zugang möglich.
Ein moderates Fitnesslevel ist wegen der Höhe und langen Wanderungen nötig, um den Trek gut zu bewältigen.
Deine Reise startet mit der Abholung vom Hotel in Cusco vor Sonnenaufgang, alle Eintrittsgelder für Salkantay Trail und Machu Picchu sind inklusive, private Unterkünfte jede Nacht – von Glaskabinen unter schneebedeckten Gipfeln bis zum charmanten Hobbit-Haus im dichten Dschungel. Ein erfahrener lokaler Guide begleitet dich, dein Gepäck wird bis 7 kg von einem Träger getragen, unterwegs gibt es frisches Trinkwasser, alle Mahlzeiten sind vom Koch vorbereitet und auf Ernährungswünsche abgestimmt (außer das letzte Mittagessen). Außerdem sind Busfahrten zum Machu Picchu und die Rückfahrt mit dem Zug nach Cusco inklusive – so kannst du dich ganz aufs Wandern und Staunen konzentrieren.
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