Du folgst mit einem lokalen Guide durch die verwinkelten Gassen der Fez Medina, der jeden versteckten Weg und Teestand kennt. Besuche Madrasas, schau in heilige Schreine, beobachte die Ledergerberei aus nächster Nähe und triff Handwerker, die Metall und Holz noch von Hand formen. Erwarte sinnliche Überraschungen und stille Momente, die lange nachklingen.
Die Tour dauert einen halben Tag.
Ja, Abholung und Rückfahrt vom Hotel oder Riad sind inklusive.
Nein, der Eintritt ist für Nicht-Muslime an diesen Orten nicht erlaubt.
Nein, Eintritt (ca. 20 DH pro Person) ist bei manchen Sehenswürdigkeiten nicht enthalten.
Du siehst traditionelle Ledergerbung in Aktion.
Ja, die Tour ist für alle körperlichen Fitnessstufen geeignet.
Kaffee oder Tee sind während des Rundgangs durch die Medina inklusive.
Der professionelle Guide spricht mehrere Sprachen fließend.
Dein Tag umfasst die Abholung und Rückfahrt vom Hotel oder Riad in Fez, geführte Spaziergänge durch historische Viertel mit einem erfahrenen lokalen Guide sowie Kaffee oder marokkanischen Minztee unterwegs – kleine Eintrittsgelder für manche Madrasas oder Museen zahlst du selbst.
Abdelhak wartete schon am Bab Bou Jeloud, als ich, leicht außer Atem vom Ausweichen der Mopeds, ankam. Er lächelte und reichte mir ein kleines Glas Minztee – anscheinend beginnt man hier so den Tag. Die blauen Kacheln am Tor leuchteten noch viel intensiver als erwartet, fast wie im Morgennebel. Abdelhak fragte, ob ich schon mal in einer Medina verloren gewesen sei. „Noch nicht“, antwortete ich, doch nach fünf Minuten zwischen den Gassen der Fez Medina wusste ich, dass ich das wohl bald sein würde.
Als Nächstes gingen wir in die Al-Attarine Madrasa – ein kühler Innenhof mit kunstvoll geschnitztem Zedernholz und Zellige-Fliesen, so fein gearbeitet, dass ich immer wieder darüber strich (wahrscheinlich verboten, aber niemand hat mich ermahnt). Abdelhak erzählte, wie hier früher Studenten Koranverse auswendig lernten; er zeigte auf den Gewürzmarkt direkt davor und scherzte, dass man am Geruch von Kreuzkümmel merkt, dass bald Mittag ist. Ein Moment nahe der Zaouia Moulay Idriss II wurde plötzlich ganz still, nur der ferne Ruf zum Gebet hallte – da bekam ich Gänsehaut. Reingehen darf man als Nicht-Muslim nicht, aber allein dort zu stehen, fühlte sich irgendwie besonders an.
Die Gerbereien waren... ehrlich gesagt, beeindruckend wild. Zuerst schlug einem der Geruch entgegen – scharf und erdig – dann sah man die vielen Färbebottiche, wie eine verrückte Palette eines Malers. Abdelhak gab mir einen Zweig Minze zum Riechen („Vertrau mir“, sagte er), das half etwas. Zu sehen, wie die Lederarbeiter noch genauso arbeiten wie ihre Großväter, ließ die Zeit seltsam verfließen. Danach schlenderten wir über den Nejjarine-Platz, wo Messinghämmer klangen und alte Männer sich über etwas unterhielten, das ich nicht verstand. Irgendwann versuchte ich „shukran“ richtig auszusprechen; Abdelhak lachte und meinte, das klänge eher türkisch als arabisch – er hatte recht.
Am besten gefiel mir der Place Seffarine – vielleicht, weil die Metallarbeiter uns gar nicht bemerkten und einfach weiter Kupferschalen hämmerten, als hätten sie keine Zeit zu verlieren. Am Ende landeten wir auf dem Place R’cif, blinzelten wieder ins Tageslicht, umgeben von Kindern, die Tauben jagten, und Frauen, die um Orangen feilschten. Es war nur ein halber Tag, doch es fühlte sich an, als hätten wir Jahrhunderte durchquert – meine Füße waren müde, doch mein Kopf noch voller Farben und Geschichten. An die Stille bei Moulay Idriss II denke ich oft zurück.
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