Du fährst mit einem lokalen Skipper vom Cala Suaraccia los, der jede Bucht auswendig kennt, schwimmst in Molaras natürlichen Pools zwischen neugierigen Fischen, spazierst am Spalmatore-Strand auf Tavolara und machst zum Abschluss noch einen letzten Badestopp in der Turtle Bay – dazu gibt’s viele kleine Geschichten und salzige Lacher unterwegs.
Bevor wir Cala Suaraccia überhaupt verlassen hatten, hätte mir fast der Wind den Hut vom Kopf gerissen. Unser Skipper Gianni, der aussah, als hätte er das Salz des Meeres direkt auf der Haut, grinste nur und knotete ihn für mich fest. „Du brauchst beide Hände frei“, sagte er und zeigte auf Tavolaras zerklüftete Silhouette. Dass das Dinghy so stark über die Wellen hüpfen würde, hatte ich nicht erwartet – es fühlte sich an wie ein störrisches Pferd, nur eben nass. Die Luft roch scharf und frisch, diese Mischung aus Algen und Sonnencreme, die man nur am Meer kennt.
Erster Halt: Die Proratora-Höhle am Capo Coda Cavallo. Gianni bremste das Boot und erzählte von Schmugglern, die hier früher Unterschlupf fanden. Sein Englisch war gut, doch manchmal wechselte er ins Italienische und gestikulierte lebhaft, um die Lücken zu füllen. Das mochte ich. In der Höhle war es kühler und fast hallend – jemand scherzte über Piraten, doch ich starrte einfach nur auf das Licht, das unter Wasser die Felsen zum Leuchten brachte. Diese Farben zu beschreiben, ohne kitschig zu klingen, ist schwer.
Als nächstes schwammen wir in den natürlichen Pools von Molara, umgeben von winzigen, flink schwimmenden Fischen, die neugierig herankamen, wenn man still blieb (ich versuchte, nicht aufzuschreien, als einer meinen Knöchel streifte). Das Wasser war so klar, dass meine Augen fast schmerzten – als würde man durch berührbares Glas schauen. Danach umrundeten wir die mächtige Felswand Tavolaras – ein kleines Gefühl von Ehrfurcht – und legten eine Stunde am Strand Spalmatore ein. Einige liefen barfuß umher, ich saß einfach auf einem Felsen, knabberte salzige Cracker aus meiner Tasche und beobachtete, wie Gianni mit einem anderen Skipper in einem sardischen Dialekt plauderte, den ich nicht verstand.
Der letzte Sprung ins Wasser war in der Turtle Bay bei Cala Girgolu. Mein Haar war inzwischen steif vom Salz, und alle hatten diesen müden Blick, den man nach zu viel Sonne und Schwimmen bekommt. Auf der Rückfahrt zeigte Gianni einige Vögel, die an den Klippen nisteten – ich verpasste den Großteil, weil ich darüber nachdachte, wie still es dort draußen im Vergleich zur Stadt war. Dieses Gefühl der Ruhe geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
Die Tour beginnt am Cala Suaraccia.
Ja, es gibt Schwimmstopps in den natürlichen Pools von Molara und in der Turtle Bay.
Nein, Mittagessen ist nicht inklusive; eigene Snacks kannst du mitbringen.
Der Aufenthalt am Spalmatore-Strand auf Tavolara dauert etwa eine Stunde.
Babys müssen auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen; für Reisende mit Rückenproblemen oder Schwangere wird die Tour nicht empfohlen.
Ja, Assistenztiere sind erlaubt.
Die Tour beinhaltet Skipper und Sprit, aber keinen Hoteltransfer; Treffpunkt ist Cala Suaraccia.
Die lokalen Skipper sprechen Italienisch und etwas Englisch.
Dein Tag beinhaltet eine geführte Fahrt mit einem erfahrenen lokalen Skipper, der unterwegs spannende Geschichten erzählt, alle Spritkosten sind inklusive, und du hast viel Zeit für Schwimmstopps und Stranderkundungen, bevor es zurück nach Cala Suaraccia geht.
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