Erkunde Jerusalems verschlungene Altstadtgassen mit einem lokalen Guide, berühre uralte Steine an der Klagemauer und finde Ruhe in stillen Ecken wie Gethsemane oder dem Zionberg. Probier Gewürze auf dem Basar und lausche Geschichten, die Jahrhunderte lebendig machen – dieser Tagesausflug hinterlässt mehr Fragen als Antworten (und das ist gut so).
Das ist eine Ganztagestour, die morgens in Tel Aviv startet und abends zurückkehrt.
Ja, die Abholung und Rückfahrt vom Hotel sind bei den meisten zentralen Hotels in Tel Aviv inklusive.
Du siehst den Ölberg, Garten Gethsemane, Kirche aller Nationen, Kidrontal, Zionberg (Saul des letzten Abendmahls & König Davids Grab), Zionstor, Armenisches und Jüdisches Viertel (inklusive Cardo), Klagemauer, Christliches Viertel (Via Dolorosa), Grabeskirche und den Basar.
Nein, Mittagessen ist nicht inklusive; du hast aber Zeit, im oder nahe dem Basar der Altstadt Essen zu kaufen.
Ja, alle Eintrittsgelder für die besuchten Orte sind im Preis enthalten.
Ja, Knie und Schultern müssen bei Männern und Frauen beim Betreten von Gotteshäusern oder bestimmten Museen bedeckt sein.
Die Tour ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet; Kinder unter 4 Jahren können leider nicht teilnehmen.
An Montagen und Donnerstagen (außer an jüdischen Feiertagen) werden Gethsemane und Zionberg durch einen Besuch im Holocaust-Museum ersetzt (Kinder unter 10 Jahren dürfen dort nicht rein).
Dein Tag beinhaltet die Abholung und Rückfahrt vom Hotel in Tel Aviv mit klimatisiertem Fahrzeug, alle Eintrittsgelder entlang der Route durch Jerusalems Altstadt – vom Ölberg bis zu König Davids Grab – und eine professionelle lokale Führung, die das Tempo angenehm hält, ohne zu hetzen.
Ich stieg aus dem Minibus in Jerusalem, noch den Kaffee aus Tel Aviv in der Hand – ehrlich gesagt wusste ich nicht, was mich erwartet. Unser Guide Amir erzählte an jeder Station kleine Geschichten, die alles lebendig machten. Los ging’s auf dem Ölberg. Die Stadt sah von dort oben fast unwirklich aus, Sonnenlicht glitzerte auf Kuppeln und Steinen. Die Luft roch leicht nach wilden Kräutern und Staub. Amir zeigte uns den Garten Gethsemane unter uns – Olivenbäume, die älter sind als manche Länder, scherzte er (ich glaube, halb im Ernst).
Wir gingen hinunter durchs Kidrontal, vorbei an der Kirche aller Nationen, und dann wieder hinauf zum Zionberg. Im Saal des letzten Abendmahls flüsterte plötzlich jemand – ich weiß nicht mehr wer – und das Echo hallte durch die alten Mauern. Ganz in der Nähe lag das Grab König Davids; Menschen legten ihre Hände auf den kühlen Stein, manche murmelten Gebete. Ich bin nicht religiös, aber selbst ich spürte dort etwas, vielleicht einfach die Schwere all der Jahrhunderte, die sich übereinanderlegen.
Die Altstadt ist ein Labyrinth – zuerst das Armenische Viertel, so still, dann plötzlich im Jüdischen Viertel rennen Schulkinder vorbei und Händler rufen über Postkarten- und Süßwarenstände. Im Cardo ragen noch antike Säulen zwischen modernen Läden hervor. An der Klagemauer steckten Leute Zettel in die Ritzen; ich zögerte, tat es dann aber auch (was draufstand, verrate ich nicht). Amir erklärte, wie jede Ecke Geschichte auf Geschichte baut – manchmal wechselte er ins Hebräische oder Arabische mit Einheimischen, und man sah, wie ihre Gesichter aufleuchteten.
Wir folgten Teilen der Via Dolorosa – ehrlich gesagt verliert man bei den vielen verwinkelten Gassen schnell den Überblick – bis wir die Grabeskirche erreichten. Drinnen war es dunkler als erwartet, überall flackerten Kerzen, Stimmen hallten von den steinernen Bögen wider. Draußen auf dem Basar herrschte ein buntes Durcheinander: Gewürze, Ledersandalen, Rufe in allen Sprachen, die man sich vorstellen kann. Am späten Nachmittag taten mir die Füße weh, aber ich wollte noch nicht gehen. Jerusalem hat etwas, das einen nicht mehr loslässt, wenn man den Berg wieder hinunter nach Tel Aviv fährt.
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