Mit einem lokalen Guide wanderst du über das blaue Eis des Vatnajökull, fährst mit dem 4x4 zum Gletscher, schnallst Steigeisen an und entdeckst Moulins und Spalten, während deine Stiefel im Schnee knirschen. Lachen, Nervenkitzel und Momente, in denen Islands Wildnis zum Greifen nah ist, inklusive.
Die geführte Tour dauert etwa 4 Stunden vom Treffpunkt bis zur Rückkehr.
Nein, für diese Tour sind keine Vorkenntnisse nötig – nur eine moderate Fitness und Neugier.
Treffpunkt ist die Tankstelle in Freysnes am Ausrüstungs-LKW nahe Skaftafell.
Steigeisen, Helm, Gurt und Eispickel sind im Preis enthalten.
Maximal acht Personen pro Guide für mehr Komfort und Sicherheit.
Ja, ein klimaneutraler 4x4 bringt dich von Freysnes bis zum Gletscher.
Keine Mahlzeiten inklusive – eigene Snacks und Wasser sind empfehlenswert.
Die Tour ist nicht geeignet für Schwangere oder Personen mit Rücken- oder Herzproblemen.
Dein Tag startet mit der Abholung in Freysnes im Super-Jeep für eine klimaneutrale Fahrt zum Falljökull-Gletscher. Die komplette Ausrüstung – Steigeisen, Helm, Gurt, Eispickel – ist inklusive, ebenso die Führung durch jemanden, der die Gegend wie seine Westentasche kennt. Am Nachmittag geht es gemeinsam zurück.
Als ich in Freysnes ankam, fiel mir sofort auf, wie richtig kalt die Luft schmeckte – als könnte man sie fast beißen. Unsere Gruppe war klein, nur sieben Leute, die sich am Ausrüstungs-LKW versammelten, während Hákon, unser Guide aus der Gegend, Helme und diese beeindruckenden Steigeisen verteilte. Ich hatte sie noch nie getragen und fühlte mich erst etwas unbeholfen, als würde ich in fremden Schuhen laufen. Die Fahrt im 4x4 zum Gletscher war holprig genug, dass jemand scherzte, es sei wie eine isländische Massage. Ich musste mehr lachen, als ich wollte – vielleicht waren es die Nerven.
Am Fuß des Falljökull sah alles fast unwirklich aus. Durch das Eis zogen sich leuchtend blaue Streifen, viel intensiver als ich erwartet hatte. Hákon zeigte uns genau, wie wir die Ausrüstung richtig anlegen (er kontrollierte sogar zweimal), dann ging es langsam los – die Stiefel knirschten im Schnee, der bei jedem Schritt quietschte. Er zeigte uns tiefe Löcher, sogenannte Moulins, in die Schmelzwasser direkt in den Gletscher verschwindet. Ehrlich gesagt, als ich in so ein Loch blickte, wurde mir ganz anders. Man hörte das Wasser tief unten rauschen – irgendwie unheimlich, aber auch beruhigend.
Ich fragte Hákon, wie oft sich der Gletscher verändert – er zuckte mit den Schultern und meinte: „Jeden Tag.“ Das blieb mir im Kopf. Wir überquerten eine schmale Eisbrücke über einer Spalte; obwohl es eiskalt war, schwitzten meine Hände in den Handschuhen. Einmal rutschte jemand aus (diesmal nicht ich), aber das war kein Problem – alle warteten und machten Witze darüber, neue Tanzschritte auf dem Eis zu lernen. Die Wolken zogen ständig vorbei, sodass das Eis mal blau-weiß leuchtete und plötzlich schwarze Vulkanasche wie alte Geheimnisse darin sichtbar wurde.
Wir machten eine Pause an einem gefrorenen Wasserfall – dass hier oben Vögel zwitschern, hätte ich nicht erwartet, doch ihre Rufe hallten von den Eiswänden wider. Meine Wasserflasche schmeckte metallisch, und ich denke noch immer an den Blick zurück ins Skaftafell-Tal. Das kann man nicht einfach fotografieren; man muss dort stehen, sich winzig fühlen und dankbar, für einen Nachmittag Teil dieses Naturwunders zu sein.
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