Du schnallst Steigeisen an, folgst deinem lokalen Guide über den lebendigen Sólheimajökull, blickst in tiefe Spalten, trinkst heißen Tee neben blauen Eiswänden und hörst echte Geschichten über Islands wandelnde Landschaft. Hier geht es nicht ums Bezwingen der Natur – sondern mitten hindurch.
Die Wanderung ist moderat anspruchsvoll und für alle mit guter Gesundheit und Abenteuerlust geeignet; Vorerfahrung am Gletscher ist nicht nötig.
Ja, alle nötige Sicherheitsausrüstung wie Steigeisen, Helme und Eispickel sind im Tourpaket enthalten.
Zieh warme Kleidung, Regenjacke, Mütze, Handschuhe und feste Wanderschuhe an; Schuhe und Regenkleidung können vor Ort geliehen werden.
Ja, vor oder nach der Wanderung gibt es Tee, Kaffee, Wasser und Toiletten am Sólheimajökull.
Teilnehmen können Kinder ab 12 Jahren.
Die genaue Dauer variiert, plane mehrere Stunden inklusive Check-in ein; bitte 20 Minuten vor Tourbeginn da sein.
Dein Tag beinhaltet alle nötigen Gletscherausrüstungen wie Steigeisen und Helm sowie die Begleitung durch einen erfahrenen lokalen Guide. Vor oder nach der Wanderung gibt es Tee oder Kaffee – und falls du Regenkleidung oder Schuhe vergessen hast, kannst du sie direkt vor Ort ausleihen, bevor es gemeinsam in Islands wilde Wetterwelt geht.
Ich hatte nicht erwartet, dass das Knirschen so klingt – irgendwie scharf und hohl zugleich –, als wir unsere Gletscherwanderung auf dem Sólheimajökull starteten. Der Wind spielte sein typisches isländisches Spiel und konnte sich einfach nicht entscheiden, wie er wehen wollte. Unser Guide Jón reichte mir mit einem kleinen Grinsen Steigeisen, als hätte er schon viele nervöse Erstgänger gesehen. Er sagte, ich soll ein bisschen stampfen, damit die Zacken richtig greifen. Meine Hände waren schon kalt, während ich mit den Riemen kämpfte, aber gleichzeitig spürte ich diese seltsame Vorfreude. In der Luft lag ein leichter Geruch – fast metallisch? – gemischt mit etwas Frischem und Eisigem, das ich kaum beschreiben kann.
Zuerst gingen wir langsam, tasteten uns um blaue Eisrücken herum und blickten in scheinbar bodenlose Spalten, die aber wahrscheinlich nicht ganz so tief waren (Jón erklärte, dass sie sich jede Saison verändern). Er zeigte uns schwarze Streifen im Eis – Asche von alten Vulkanausbrüchen – und erzählte, wie schnell der Sólheimajökull schmilzt, schneller als man gerne zugeben möchte. Einmal klopfte er mit der Eisaxt gegen einen Grat und lachte, als ich zusammenzuckte – das macht er wohl, um Schwachstellen zu prüfen. Es gab einen Moment, in dem alle still wurden, nur das Kratzen der Stiefel auf dem Eis und entfernte Möwenrufe waren zu hören – an diese Stille denke ich oft zurück.
Zur Halbzeit machten wir eine Pause und tranken Tee an einer seltsam schönen Wand aus blauem Eis. Mein Handschuh klebte ein bisschen, als ich sie berührte (nicht die beste Idee), aber das störte niemanden. Jemand versuchte, „Sólheimajökull“ richtig auszusprechen, und Jón musste fast an seinem Kaffee ersticken vor Lachen – isländische Wörter sind eben ein Abenteuer für sich. Die Wanderung war nicht leicht, aber auch nicht unmöglich; man muss einfach in Bewegung bleiben und seinen Füßen vertrauen. Und plötzlich blickten wir ins Tal hinab, Wolken zogen schnell über das Weiß und Schwarz – es fühlte sich gleichzeitig winzig und riesig an. Schwer zu erklären, wenn man nicht selbst dabei war.
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