Du fährst mit dem Motorrad über die Himalaya-Pässe von Manali nach Leh, während ein lokaler Guide sich um alles Organisatorische und den Support kümmert. Freu dich auf Chai-Pausen in schwindelerregender Höhe, Zelten am Pangong-See unter wechselndem Himmel und diese magischen Momente der Stille über der Baumgrenze. Diese Reise ist mehr als nur Motorradfahren – es geht darum, sich in Ladakhs Wildnis klein und gleichzeitig lebendig zu fühlen.
Die Tour geht über 11 Tage von Delhi/Chandigarh bis nach Leh über Manali.
Du solltest etwas Fahrpraxis und durchschnittliche Fitness mitbringen; das Gelände ist anspruchsvoll.
Khardung La Pass, Nubra-Tal, Pangong-See, Rezang La War Memorial, Sissu-Dorf.
Ja, die Abholung ab Delhi oder Chandigarh mit dem Volvo-Bus nach Manali/Bhuntar ist inklusive.
Abendessen gibt’s in Hotels oder Camps; Mittagessen meist unterwegs in lokalen Restaurants.
Du übernachtest in Hotels, Gästehäusern oder Holzhütten (Doppelzimmer).
Ein Begleitfahrzeug mit Gepäck und Mechaniker ist von Tag 3 bis 10 dabei; Extra-Treibstoff inklusive.
Diese Tour ist nicht geeignet für Personen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Deine Reise beinhaltet die Abholung ab Delhi oder Chandigarh per Nachtbus, alle Umweltgenehmigungen und Gebühren werden vom lokalen Guide organisiert, Übernachtungen im Doppelzimmer in Hotels oder Gästehäusern entlang der Strecke sowie Begleitfahrzeug mit Mechaniker ab Tag drei. Extra-Treibstoff für abgelegene Strecken ist dabei; jeden Abend gibt es Abendessen – mal einfach im Hotel, mal am Lagerfeuer am Pangong-See – und unterwegs immer wieder Teepausen auf den wilden Himalaya-Straßen.
Unsere Motorradtour durch Ladakh begann direkt nach einer ziemlich verschlafenen Nachtbusfahrt – das Chaos von Delhi noch im Kopf. Der erste Atemzug Bhuntar-Luft war eisig und klar, fast wie Medizin. Am Busbahnhof erwartete uns unser Guide Vikram schon mit breitem Grinsen und heißem Chai, der nach Kardamom und Staub schmeckte. Die Royal Enfields vor dem Hotel wirkten robuster, als ich gedacht hätte. Es ist ein seltsames Gefühl, das erste Mal das Bein über so ein Bike zu schwingen – halb Vorfreude, halb „Was mache ich hier eigentlich?“. Aber nach einer kleinen Runde durch den Ort fühlte es sich plötzlich richtig an. Das Abendessen – Dal und Reis – war simpel, aber nach dem Tag auf der Straße schmeckte es einfach besonders gut.
Die nächsten Tage verschwammen zu einem Mix aus dröhnenden Motoren und plötzlicher Stille – wie am Shinkula-Pass, wo nur noch der Wind über die Felsen pfiff. In Sissu saßen wir zum Mittagessen im Schneidersitz auf einer Bastmatte, während eine alte Frau uns dampfende Momos reichte und über unser Hindi lachte (ich glaube, ich habe „Danke“ falsch gesagt). In Tandi tankten wir – das fühlte sich an wie die letzte Tankstelle vor dem Mars. Manchmal waren die Straßen eher eine Empfehlung als Realität – Schotter, eiskalte Wasserfurten, die die Stiefel schon vormittags durchnässten. Doch dann bog man um die Ecke, und plötzlich blendete die Sonne auf schneebedeckten Gipfeln so hell, dass man die Augen zusammenkneifen musste.
Khardung La… das muss man erlebt haben. Die Luft ist so dünn, dass einem der Kopf schwirrt, aber trotzdem hatte jeder noch Energie für Fotos und Witze über das „höchste Selfie der Welt“. Unser Guide erinnerte uns ständig: „Trinkt Wasser! Nicht hetzen!“, und verteilte süßen Tee wie Medizin (vielleicht ist es das da oben auch). Das Nubra-Tal fühlte sich wie eine andere Welt an; zweihöckrige Kamele zogen vorbei, als gehörte ihnen alles. Am Pangong-See schlugen wir unser Camp auf – das Wasser wechselt wirklich jede Stunde die Farbe – und ich wachte vor Sonnenaufgang frierend auf, nur um zu sehen, wie das erste rosa Licht über die Oberfläche schlich. Dieser Anblick geht mir bis heute nicht aus dem Kopf.
In Hanle waren die meisten von uns sonnenverbrannt und grinsten einfach so – aus Erleichterung, Stolz oder beidem? Am Rezang La War Memorial waren wir still; selbst der Wind schien dort leiser. Die letzte Etappe zurück nach Leh war bittersüß – ich hätte gern noch einen Tag auf diesen wilden Straßen verbracht, freute mich aber auch auf eine Dusche, die länger als drei Minuten dauert. Der Abschied war seltsam; aus Fremden waren Freunde geworden, die am Ende ihre Geschichten bei fettigen Parathas teilten.
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