Du verlässt Jodhpur und tauchst ein in die offene Wüstenluft, besuchst mit einem lokalen Guide den Sachhai Mata Tempel in Osian, reitest auf Kamelen an stillen Teichen vorbei, wo Rehe trinken, genießt ein Rajasthani-Mittagessen unter weitem Himmel und bretterst danach mit dem Jeep über Sanddünen – staubig, aber glücklich.
Am Morgen starteten wir in Jodhpur – Fenster runter, die trockene Wüstenluft von Rajasthan zog sofort rein. Unser Fahrer Rajveer zeigte auf die blauen Häuser, während wir die Stadt hinter uns ließen. Es ist erstaunlich, wie schnell der Trubel der Stadt in offene Landschaft übergeht. Immer wieder sah ich Ziegen und diese schlanken Kühe, die Rajveer „neel gai“ nannte, am Straßenrand grasen. Als wir in Osian ankamen, klebte mein Shirt am Rücken und ich roch Staub gemischt mit etwas Süßem – vielleicht Jaggery von einem Straßenstand?
Unser erster Halt war der Sachhai Mata Tempel. Einheimische zündeten Räucherstäbchen an, ihre Stimmen waren ruhig und gleichmäßig. Ich versuchte, die Geste einer Frau nachzumachen – Handflächen zusammen, kurze Verbeugung – wahrscheinlich sah das eher unbeholfen aus. Der Marmor fühlte sich kühl an unter meinen Händen. Unser Guide erzählte ein bisschen über die Göttin, aber ehrlich gesagt war ich halb abgelenkt von einer Kindergruppe, die über meine knallroten Sneaker kicherte – die scheinen hier selten zu sein. Danach trafen wir unsere Kamele – meins hieß Raju und blinzelte so entspannt, als hätte er schon alles gesehen.
Der Kamelritt war langsamer als gedacht – ein sanftes Schaukeln und das Knarren der Lederriemen. Die Aussicht schien endlos; das Land wechselte von goldfarben zu blassem Grau, wo sich Wasser in kleinen Teichen sammelte. In der Ferne sahen wir Rehe davonhuschen und einen Pfau, der seinen Schwanz nur für sich selbst auffächerte. Zum Mittag gab es einfaches Rajasthani-Essen – Dal, Chapati, etwas Scharfes, das genau richtig brannte – und süßen Chai aus einem alten Kessel, während alle auf geflochtenen Matten im Schneidersitz saßen.
Sanddünen hatte ich vorher nicht so auf dem Schirm, aber mit dem Jeep darüber zu fahren ist ein echtes Abenteuer – der Motor brüllte und Sand wirbelte wie Rauch um uns herum. Unser Guide jubelte, als wir eine steile Stelle nahmen; ich klammerte mich so fest an den Sitz, dass meine Knöchel schmerzten. Die Sonne sank langsam tiefer und alles färbte sich für ein paar Minuten orange – dieses Licht geht mir manchmal durch den Kopf, wenn es zuhause mal wieder grau wird.
Die Tour dauert den Großteil des Tages, inklusive Fahrt nach Osian, Tempelbesuch, Kamelritt, Mittagessen und Jeep-Safari.
Ja, wenn dein Hotel in Jodhpur liegt, ist die Abholung inklusive; sonst triffst du dich am Treffpunkt.
Du kannst neel gai (Blauer Bulle), Rehe, Pfauen und manchmal weitere Tiere an den Wasserstellen entdecken.
Ja, während der Tour wird traditionelles Rajasthani-Essen serviert.
Die Tour ist für die meisten Fitnesslevel geeignet, aber nicht empfohlen für Schwangere oder Personen mit Rückenproblemen.
Ja, Assistenztiere sind auf dieser Tour willkommen.
Babys sind willkommen, müssen aber während der Fahrten auf dem Schoß eines Erwachsenen sitzen.
Ja, in Jodhpur gibt es öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe des Treffpunkts.
Dein Tag beginnt mit der Abholung vom Hotel in Jodhpur (oder Treffpunkt), alle Fahrten erfolgen mit Fahrer im Auto nach Osian und zurück. Du besuchst den Sachhai Mata Tempel mit Zeit zum Erkunden zusammen mit Einheimischen, machst einen gemütlichen Kamelritt durch Wüstendörfer und an Teichen vorbei, wo Tiere zu sehen sind, genießt ein traditionelles Rajasthani-Mittagessen mit Chai unter freiem Himmel und erlebst anschließend eine etwa einstündige Jeep-Safari über sanfte Sanddünen, bevor du staubig, aber zufrieden zurückkehrst.
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