Erlebt mit eurer Familie jahrhundertealte Türme, spart euch die Warteschlangen dank vorgebuchter Tickets, bestaunt die funkelnden Kronjuwelen aus nächster Nähe, trefft echte Beefeater mit ihren spannenden Geschichten und hört Legenden, die euch lange begleiten. Für die Kids gibt’s eine eigene Karte und viel Platz zum Fragenstellen oder staunenden Beobachten der Raben auf den alten Steinen.
Mit den Händen an der alten Steinmauer versuchte meine Jüngste durch einen Schießscharten-Spalt zu spähen, als unsere Führerin Anna ihr eine Geschichte-Karte reichte. Sie hatte diese Art zu erzählen – als würde sie uns Geheimnisse verraten, nicht nur Fakten. Der Tower of London fühlte sich weniger wie ein Museum an, mehr wie ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Ich roch noch den feuchten Stein (es hatte morgens geregnet) und hörte das Echo von Schritten auf Kopfsteinpflaster, während wir Anna an den Raben vorbei folgten. Mein Sohn flüsterte immer wieder: „Sind die wirklich magisch?“, wenn einer näher hüpfte.
Wir mussten nicht an der Kasse anstehen, was mit Kindern ehrlich gesagt eine Erleichterung war. Drinnen zeigte Anna uns die Ritzungen von Gefangenen – manche Namen fast verwischt, andere noch klar lesbar. Sie erzählte von Anne Boleyns letztem Gang über den Tower Green, genau lang genug, dass meine Tochter meine Hand drücken konnte. Danach kamen die Kronjuwelen (Kleiner Tipp: im Saal darf man nicht sprechen). Obwohl eine Schlange war, ging es schnell voran. Ich glaube, wir hielten alle den Atem an, als wir die funkelnden Kronen hinter Glas sahen – so viele Farben, die im Licht glitzerten. Mein Sohn fragte, ob er eine aufsetzen dürfe; Anna lachte und meinte, nur wenn er König wird.
Der Beefeater, den wir draußen trafen, hieß Paul – er zwinkerte den Kindern zu und erzählte ihnen von seiner Uniform („Nein, sie kratzt nicht“, scherzte er). Die Kinder kicherten, als er erklärte, dass die Raben mit in Blut getränkten Keksen gefüttert werden (mit so einem Detail hatte ich nicht gerechnet). Danach schlenderten wir durch die Mint Street und den mittelalterlichen Palast; ich bemerkte immer wieder, wie uneben der Boden unter den alten Pflastersteinen war. Zum Glück hatte ich Turnschuhe an und keine Stiefel.
Am Ende waren die Kinder müde und hungrig, stellten aber immer noch Fragen zu verlorenen Prinzen und königlichen Tieren. Es hat etwas Besonderes, Geschichte durch Kinderaugen zu sehen – man nimmt all die kleinen Details viel bewusster wahr. Beim Rausgehen verbeugte sich meine Tochter vor einem Raben; der ignorierte sie komplett. Trotzdem grinste sie. Ich denke noch oft an den Blick von den Wehrgängen über Londons graue Dächer – das war mehr als nur ein Ausflug.
Ja, die Tour ist speziell für Familien mit Kindern gestaltet – der Guide sorgt dafür, dass die Kleinen gut eingebunden sind.
Nein, die Tickets sind vorgebucht, so dass ihr die Warteschlange an der Kasse umgehen könnt.
Einige Bereiche sind wegen Kopfsteinpflaster nicht kinderwagengerecht; es gibt aber Parkmöglichkeiten für Buggys an bestimmten Stellen.
Ja, der Besuch der Kronjuwelen ist inklusive (Achtung: Im Saal ist das Führen nicht erlaubt).
Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist Tower Hill; Taxis können euch nahe Petty Wales absetzen.
Nein, Mahlzeiten sind nicht enthalten; Snacks für die Kinder solltet ihr selbst mitbringen.
Ja, ihr trefft während der Tour die Yeomen Warders (Beefeater), die oft mit Besuchern plaudern.
Die Tour führt zu Fuß durch mehrere Bereiche; bequeme Schuhe sind wegen Treppen und Kopfsteinpflaster empfehlenswert.
Dein Erlebnis umfasst vorgebuchte Eintrittskarten, damit ihr nicht an der Kasse warten müsst, sowie einen privaten Blue Badge Guide, der Groß und Klein begeistert, während ihr jeden Winkel erkundet – von der Mint Street bis zum Tower Green – und natürlich die berühmten Kronjuwelen aus nächster Nähe seht, bevor es zurück in das lebendige London geht.
Benötigen Sie Hilfe bei der Planung Ihrer nächsten Aktivität?