Erklimme mit einem lokalen Guide das Dach des Alexandra Palace, bewundere bunte Glasfenster und jahrhundertealtes Mauerwerk und genieße den Panoramablick über London vom Gipfel. Klettergurte und Schließfächer sind inklusive – und natürlich gibt’s Zeit für ein paar Fotos, bevor es mit klopfendem Herzen wieder runtergeht.
Man merkt den Wind erst richtig, wenn man schon halb am Alexandra Palace hochklettert. Gerade hatten wir uns in die Gurte eingehängt – meine Hände waren leicht feucht, doch unser Guide Sam brachte mit einem Witz über „Palace-Haare“ alle zum Lachen, was die Anspannung löste. Das Rose Window sah aus der Nähe noch viel beeindruckender aus, all die Farben fingen das späte Nachmittagslicht ein. Man roch förmlich den Regen in der Luft, obwohl er noch nicht angefangen hatte – typisch London eben.
Der Aufstieg war nicht schwer, eher gleichmäßig und entspannt. Sam zeigte uns kleine Details im Mauerwerk, die ich sonst nie bemerkt hätte (einige Teile sind über 150 Jahre alt). Wir trafen ein Paar aus Leeds, das genauso nervös war wie ich am Anfang – alle wurden lockerer, als plötzlich ein Handy mit einem ABBA-Klingelton losging. Oben auf der Plattform neben der Statue „Angel of Plenty“ öffnete sich die ganze Stadt vor uns. Der 350-Grad-Blick war einfach überwältigend. Ich versuchte, meine alte Wohnung in Hackney zu erspähen, musste aber vor allem über die winzige Größe alles lachen.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich von dort oben so verbunden mit London fühlen würde – als wäre man gleichzeitig draußen und mittendrin. Es blieb Zeit für Fotos (der Guide bot an, welche zu machen), doch ehrlich gesagt stand ich einfach eine Weile da, atmete die kalte Luft ein und genoss den Moment. Der Abstieg ging irgendwie schneller – vielleicht, weil wir schon darüber redeten, wo wir danach Pommes holen würden.
Die Tour inklusive Einweisung und Aufstieg dauert etwa 60 bis 90 Minuten.
Ja, das Mindestalter liegt bei 8 Jahren und die Mindestgröße bei 1,20 Metern.
Bequeme Kleidung, die Bewegungsfreiheit erlaubt; die komplette Sicherheitsausrüstung wird vor Ort gestellt.
Ja, kleine Wertsachen können in Schließfächern verstaut werden, größere Taschen können an der Rezeption in Aufbewahrungsboxen gelassen werden.
Die Tour läuft bei den meisten Wetterbedingungen, außer bei extremen Verhältnissen; im Zweifel vorher nachfragen.
Ja, es gibt mehrere öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe.
Nein, Verpflegung ist nicht enthalten; nur Sicherheitsausrüstung und Aufbewahrung sind inklusive.
Dein Tag beinhaltet die komplette Sicherheitsausrüstung wie Vollkörpergurte, eine kurze Einweisung mit deinem Guide vor dem Aufstieg sowie sichere Schließfächer oder Aufbewahrungsboxen an der Rezeption für deine Sachen, bevor es aufs Dach geht.


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