Erlebe Bowies Berlin: Von Bahnhof Zoo über sein ehemaliges Zuhause und legendäre Clubs bis zu den Hansa Studios, wo „Heroes“ entstand. Mit lokalem Experten, stillen Momenten an der Mauer und Kaffee im Neues Ufer.
Wir stiegen an der S-Bahn-Station Zoo aus, und für einen Moment glaubte ich, einen alten Synthie-Sound zwischen den Betonwänden widerhallen zu hören. Unser Guide Stefan – der selbst wie ein Musiker wirkte – begann mit Geschichten über West-Berlin in den späten 70ern. Es war kälter als erwartet, aber nicht unangenehm, eher so eine Kälte, bei der man den eigenen Atem sieht. Wir liefen am KaDeWe vorbei, heute ein gläserner, lebhafter Ort, doch Stefan erzählte, wie anders es damals war – er meinte sogar, die Kuchen schmeckten nach Exil. Was genau das heißt, weiß ich nicht, aber es blieb im Kopf.
Der Weg führte an Orten vorbei, von denen ich bisher nur gelesen hatte: dem ehemaligen Dschungel Club (heute ein ganz normales Gebäude), dem Potsdamer Platz, der heute so glänzend und neu wirkt, und plötzlich standen wir vor einem unscheinbaren Wohnblock. „Hier hat Bowie mit Iggy Pop gewohnt“, sagte Stefan ganz beiläufig. Keine Gedenktafel, nichts – nur ein paar Fahrräder und Wäsche, die auf dem Balkon im Wind flatterte. Ehrlich gesagt machte das alles viel echter als jedes Denkmal.
Ich dachte immer wieder daran, wie seltsam still Berlin sein kann, selbst wenn Autos in der Nähe fahren. Bei den Hansa Studios hielten wir kurz an – Stefan erzählte, wie „Heroes“ genau hier aufgenommen wurde, mit der Mauer direkt vor der Tür. Man konnte den Verlauf der Mauer an einer doppelten Ziegelreihe im Boden erkennen. Ein Paar ging Hand in Hand vorbei; sie mit knallroten Haaren, er summte leise mit Kopfhörern. Vielleicht Bowie? Oder auch nicht. Dieser Moment hatte etwas Besonderes.
Zum Abschluss gingen wir ins Café Neues Ufer auf einen Kaffee (so einer, der die Zunge kitzelt) und sprachen darüber, was Berlin für jemanden wie Bowie bedeutet haben muss – abgeschnitten, aber auf seine eigene seltsame Weise frei. Die Stadt versucht nicht, dich zu beeindrucken, sie ist einfach so, wie sie ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich beim Schlendern durch alte Straßen und beim Zuhören so viel fühlen würde – aber genau das passierte.
Die Tour dauert etwa 3 Stunden.
Bahnhof Zoo, ehemaliger Dschungel Club, KaDeWe, Potsdamer Platz, Hansa Studios, Berliner Mauer, Topographie des Terrors, Bowies ehemaliges Zuhause und das Café Neues Ufer.
Ja, der Startpunkt ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Die Tour wird von einem Experten geleitet, z. B. Historiker, Professor, Doktorand, Journalist oder Autor.
Ja, die Tour ist für alle Fitnesslevels geeignet, aber nicht empfohlen für Personen mit Rückenproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Nein, Eintrittsgelder und Essen sind nicht enthalten; es gibt aber eine Kaffeepause im Café Neues Ufer.
Die Tour beinhaltet einen Stopp vor den Hansa Studios; ein Zugang zum Inneren ist nicht vorgesehen.
Dein Tag führt dich auf einem spannenden Spaziergang zu den wichtigsten Bowie-Orten in Berlin – von Bahnhof Zoo bis zu seinem früheren Zuhause. An jedem Halt gibt es Geschichten vom Experten und zwischendurch eine gemütliche Pause im Café Neues Ufer. Öffentliche Verkehrsmittel machen das Mitkommen aus ganz Berlin einfach.
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