Vor Sonnenaufgang fährst du mit dem Moto-Taxi durch Vidigal, wanderst mit einem lokalen Guide zum Morro Dois Irmãos und erlebst den Sonnenaufgang über Rio. Unterwegs hörst du spannende Geschichten zur Geschichte Vidigals und unterstützt mit deiner Buchung soziale Projekte. Das besondere Morgenlicht und die Geräusche der Straßen bleiben lange im Kopf.
Der Weg von Vidigal zum Gipfel des Morro Dois Irmãos dauert etwa 1 Stunde pro Strecke.
Ja, die Moto-Taxi-Fahrt vom Praça do Vidigal zum Wanderweg ist im Preis enthalten.
Du solltest eine moderate Fitness mitbringen, da der Weg bergauf und auf unebenem Gelände verläuft.
Ja, 20 % des Erlöses fließen in soziale Projekte innerhalb der Vidigal-Community.
Die Tour beginnt vor Tagesanbruch, damit du rechtzeitig zum Sonnenaufgang oben bist.
Ja, dein Guide lebt vor Ort und erzählt unterwegs Geschichten über die Kultur und Geschichte Vidigals.
Ja, die Eintrittsgebühren für den Morro Dois Irmãos Wanderweg sind im Preis enthalten.
Ja, Begleithunde sind bei dieser Aktivität willkommen.
Dein Morgen beginnt mit dem Eintritt zum Morro Dois Irmãos Wanderweg und einer Moto-Taxi-Fahrt vom Praça do Vidigal hinauf zur Favela. Von dort wanderst du mit deinem lokalen Guide dem Sonnenaufgang über Rio de Janeiro entgegen – und ja, ein Teil deines Beitrags unterstützt soziale Projekte direkt in Vidigal.
Die Lichter von Rio flackerten noch, als wir uns hinten auf ein Moto-Taxi am Praça do Vidigal quetschten. So eine Fahrt hatte ich noch nie gemacht – meine Hände krallten sich am Sitz fest, während der Fahrer im Rückspiegel grinste und uns durch enge Gassen manövrierte, während irgendwo hinter einem Fenster Samba spielte. Es war kaum 5 Uhr morgens, doch an den Ecken unterhielten sich schon Leute, jemand verkaufte Kaffee aus einer Thermoskanne. Die Luft roch nach dem Regen der letzten Nacht, vermischt mit dem Duft von frisch gebackenem Teig.
Unser Guide Lucas erwartete uns oben – er ist hier aufgewachsen und kennt jeden beim Namen. Er nannte den Weg „Bico da Pedra“, ein Name, den ich vorher nicht kannte. Mit Taschenlampen starteten wir den Aufstieg, die Schuhe knirschten auf losem Kies. An einer Stelle blieb Lucas stehen, um uns Graffiti zu zeigen, die Geschichten aus Vidigals Vergangenheit erzählen – ich schnappte nur die Hälfte auf, weil ich außer Atem war, aber er lachte und wartete geduldig. Der Aufstieg dauerte etwa eine Stunde? Im Dunkeln verliert man das Zeitgefühl; man hört nur das eigene Atmen und ab und zu Hunde, die unten bellen.
Oben auf dem Gipfel war es still, nur der Wind rauschte durch das Gras. Ich hatte nicht erwartet, wie sanft das Licht sein würde, als die Sonne über Rio aufging – goldenes Licht auf dem Meer, Dunst über den Favelas, der Cristo Redentor winzig in der Ferne. Alle standen eine Weile einfach nur da, ohne viel zu sagen. Jemand reichte pão de queijo aus der Tasche herum (noch warm). Auf dem Rückweg liefen wir wieder durch Vidigal – Kinder winkten auf dem Weg zur Schule, alte Männer spielten Karten vor einem Laden. Lucas zeigte uns, wohin ein Teil unseres Geldes fließt: Wandgemälde, neue Bänke in kleinen Parks. Das hat mich mehr berührt, als ich gedacht hätte.
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